Blackout und seine Folgen

28 Feb

  • in BCMS
  • von
  • 0

Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn Sie keinen Strom mehr haben? Wie lange Sie ohne Strom auskommen können?

Elektrizität ist ein enorm wichtiger Teil der Gesellschaft, jedoch wird seine Bedeutung aufgrund der Selbstverständlichkeit erheblich unterschätzt. Die Auswirkungen eines langanhaltenden Stromausfalls konnten die Bewohner von Berlin-Köpenick letzte Woche erfahren. Der Blackout hielt 32 Stunden an. Aber was passiert eigentlich bei einem Blackout und was sind die Folgen, wenn dieser noch länger anhält?

Kurz nach einem Blackout wird die Bevölkerung ins Dunkle versetzt. Das Licht kann nicht mehr angeschaltet werden, die Kommunikationsnetze fallen aus, das Internet sowie der Fernseher funktionieren nicht mehr und sogar die Handys sind nutzlos, da diese nach einer gewissen Zeit keinen Netzempfang mehr haben. Lediglich Radios, die auf Basis von Batterien arbeiten, können als Informationsquelle genutzt werden. Schon nach wenigen Minuten des Blackouts kommt es auf den Straßen zu Chaos, da die Ampeln nicht mehr funktionieren. Nach 12 Stunden machen dann auch die Notstromgeneratoren schlapp: Ware, die gekühlt werden muss, verdirbt, Bauernhöfe versuchen ihre Tiere am Leben zu halten und die Krankenhäuser haben erhebliche Probleme den Betrieb lebensnotwendiger Maschinen zu gewährleisten.

Ein Tag nach dem Stromausfall wird es immer unruhiger in der Bevölkerung. Zwar versuchen Hilfskräfte die Bürger zu informieren, dennoch steigt die Verunsicherung. Problem ist nun auch, dass das Bargeld knapp wird, da kein Geld mehr abgehoben werden kann und man auch nicht mehr mit Karte zahlen kann. In Mastbetrieben sterben Kühe, Hühner und Schweine, weil diese nicht mehr angemessen versorgt werden können.

Nach zwei Tagen wird es langsam kritisch: die Müll- und Wasserentsorgung kommen zum Stillstand, das Abwasser in der Kanalisierung wird notdürftig von der Feuerwehr in die Flüsse abgeleitet und es gibt Probleme mit der Hygiene in den Krankenhäusern. Außerdem gibt es immer weniger Medikamente und die noch laufenden Notstromaggregate neigen sich dem Ende zu.

Nach 72 Stunden entstehen ernsthafte Probleme. Es gibt kaum noch Lebensmittel und die Ungewissheit wächst weiter. Die ersten Plünderungen und Überfälle werden verübt. Die Bundesregierung gibt Notreserven frei und das Rote Kreuz baut Suppenküchen auf. Die Notaufnahmen sind vollkommen überfüllt und das obwohl diese keine Patienten mehr versorgen können. Es gibt nicht mal mehr sauberes Wasser. Problem ist zudem, dass nun auch viele Kriminelle aus den Gefängnissen entkommen können.

Nach einer Woche gibt es einen völligen Zusammenbruch, da nun auch die letzten Notstromversorgungen in den Rechenzentren aufgeben. Das größte Problem sind wohl die Atomkraftwerke in Deutschland, da diese nicht mehr gekühlt werden können. Es wird versucht Benzin und Diesel zu den Werken zu bringen, denn wenn diese nicht mehr gekühlt werden, droht die Kernschmelze.

Betrachtet man die Folgen eines Blackouts und die Katastrophenvorsorge bei dem Vorfall in Berlin, so steht fest, dass hier unbedingt bessere Vorkehrungen getroffen werden müssen und nicht erst gehandelt wird, wenn das Problem bereits besteht.

Urheberrecht: (c) scada auf Fotolia.com

Share on Xing
0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.