Das Ende des Datentrackings?

22 Okt

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Es ist eine gute Nachricht für alle Internet-Nutzer. Tracking-Blockierer in Firefox und Safari sollen tatsächlich dafür sorgen, dass weniger Daten der User gesammelt werden. Mit Apple und Mozilla haben sich somit zwei der größten Browser-Anbieter gegen die Datensammlung und -speicherung gewehrt. Google arbeitet an einer Methode für den noch besseren Datenschutz der Nutzer. Ist das das Ende des Datentrackings?

Anfang September dieses Jahres hat Firefox eine neue Version rausgebracht, welche für die Werbeindustrie eine deutliche Änderung darstellt. Der Browser blockiert nämlich künftig Third-Party Cookies. Und zwar müssen die Nutzer nicht mal was einstellen, damit der Browser diese blockiert, da diese bereits in den Standardeinstellungen und somit direkt nach der Aktualisierung des Browsers wirksam sind. Und nicht nur Firefox hat diese Einstellungen. Auch Safari blockiert diese Third Party Cookies und Google arbeitet bereits an einer Lösung. Safari und Firefox haben in Deutschland 30 % Marktanteil, mit Google wären es fast 80 %. Dies wäre ein deutlicher Verlust für die Tracker.

Apple war einer der ersten Konzerne, die bereits in den vergangenen Jahren Intelligenz Tracking Prevention aktiviert hatten. Dieses Jahr folgen immer weitere Konzerne dem Trend, der vor allem Vorteile für die Nutzer hat. Die Intelligenz Tracking Prevention verhindert hierbei, dass  Webseiten die Daten der Nutzer ungewollt sammeln und man somit ein Nutzer-Profil erstellten kann. Tracking bezeichnet das Verfolgen des Nutzerverhaltens auf Internetseiten und die damit verbundene Datensammlung.

Vor allem Online-Marketeers und Website-Betreiber sehen das Verhindern des Trackings als kritisch, da ebenso zugeschnittene und optimierte Werbung erstellt werden kann. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Werbeindustrie dagegen wehrt. Einige fordern sogar die Regulierung der Browser zugunsten der Werbefinanzierung. Andere Lösungen, woran Werbetreibende arbeiten, sind z. B. Mechanismen diese Cookie-Blockade zu umgehen, damit Webseiten dennoch Daten sammeln können. Außerdem wollen sie auch semantisches Tracking einsetzen. Dieses bestimmt aufgrund von festgelegten Keywords, welche Werbung die Werbetreibende platzieren.

Aber was bedeutet das jetzt für uns? Einerseits können Nutzer sich darüber freuen, dass die Browser nicht mehr so viele Daten tracken. Andererseits bleibt es mehr als fraglich, ob es dabeibleiben wird. Denn vor allen die Werbeindustrie wird das nicht auf sich beruhen lassen und entweder dagegen vorgehen oder andere Wege finden unsere Daten zu tracken.

Urheberrecht: ©-Tomasz-Zajda auf Fotolia.com.

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