Führungskraft oder Coach?

18 Jul

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Heutzutage müssen Führungskräfte sehr viel leisten. Es geht nicht mehr nur darum, dass sie ihren Mitarbeitern eine Aufgabe übertragen und im Detail erklären, wie sie diese ausführen sollen, sondern Führungskräfte sollen eher als Coach fungieren. Das heißt eine Führungskraft führt nicht mehr allein über Kommando und Kontrolle, sondern hilft den einzelnen dabei seine/ ihre Fähigkeiten und Potenzial auszuschöpfen. Letztendlich soll dies für ein höheres Comittment mit der Aufgabe und somit für eine resiliente Organisation sorgen.

Aufgrund der Digitalisierung und somit vielseitigen Umgestaltungen in der Arbeitswelt, ändert sich auch die typische Rolle des Mitarbeiters. Es wird mittlerweile immer mehr dezentral entschieden, was für die Mitarbeiter ein immer höheres Maß an Verantwortung bedeutet. Führungskräfte müssen diesbezüglich vor allem dafür sorgen, dass der Mitarbeiter seine Aufgaben versteht und sich auch hierfür engagieren kann. Dies bedeutet weiterhin, dass der jeweilige Mitarbeiter die Verantwortung für die letztendliche Zielerreichung selbst übernimmt. Die Führungskraft hat hierbei zwar die Aufgabe, die Kreativität der Mitarbeiter zu fördern und gewisse Leitplanken vorzugeben, aber wie der Mitarbeiter genau das Ziel erreicht, ist ihm/ ihr selbst überlassen. Hierdurch kann der Mitarbeiter sich nicht nur immer mehr mit seiner Aufgabe identifizieren, sondern hat dadurch, dass er mehr Verantwortung übertragen bekommt, ein höheres Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten. Somit gehen diese ganz anders an Probleme heran und trauen sich immer mehr diese auch selbstständig zu lösen.

Der Mitarbeiter soll jedoch nicht das Gefühl bekommen, „allein gelassen“ mit seiner Aufgabe zu sein. Für methodischen Fragen sollte die Führungskraft immer da sein, da sonst Unsicherheiten und Fehler entstehen können. Diesbezüglich sollte aber auch die Führungskraft darauf achten, dass ihm die Aufgaben nicht zurück delegiert werden und somit Monkey Business entsteht. Die Führungskraft sollte deswegen stehts auf dem aktuellsten Stand sein und sich über den Fortschritt einzelner Projekte informieren. Dies könnte zum Beispiel durch Objectives and Key Results erfolgen. Das heißt die Ziele des Mitarbeiters und die Ziele des Unternehmens werden miteinander verbunden. Die Mitarbeiter werden hierdurch zufriedener und das Unternehmen agiert fokussierter.

Letztendlich geht es darum, dass die Führungskraft nicht nur dafür sorgt, dass der Mitarbeiter fit für seinen Aufgabenbereich ist und diesen verantwortungsvoll übernimmt, sondern dass dieser seine Aufgaben auch gerne ausführt und hierbei Selbstvertrauen hat.

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Literatur:

Masterarbeit Uwe Rühl: Organizational Resilience Hands-On – A systematic literature review regarding the practical implementation of ISO 22316:2017

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