Geschäftsreisen und die Risiken – Unternehmen haften für ihre Mitarbeiter

14 Mai

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Für viele Unternehmen gehört es zum Daily Business ihre Mitarbeiter auf Geschäftsreisen zu schicken. Dennoch entstehen genau hier viele Risiken für die Mitarbeiter sowie das Unternehmen. Aufgrund der Globalisierung ist es häufig unerlässlich auch direkt vor Ort anwesend zu sein. Aber wer haftet im Ausland und was für Risiken können entstehen?

Für Unternehmen gilt laut § 618 ff. BGB eine allgemeine Fürsorgepflicht zur Sicherheit und Gesundheit des Mitarbeiters. Somit haften Unternehmen auf Geschäftsreisen für die Sicherheit und Unversehrtheit ihrer Mitarbeiter. Vor allem bei Geschäftsreisen im Ausland können die Mitarbeiter mehreren Risiken ausgesetzt sein. So ist es beispielsweise möglich, dass die Mitarbeiter während der Reise aufgrund anderer hygienischer Standards erkranken, ihre Gepäckstücke können verloren gehen aber auch Kleinkriminalität sowie politische Gefahren und Naturkatastrophen im Zielland sind zu beachten. In Krisengebieten ist sogar mit Kidnapping zu rechnen. Auch hier haftet das Unternehmen für Leib und Leben des Arbeitnehmers.

Geschäftsreisen sind für das Unternehmen jedoch nicht nur ein Risiko, sondern auch Mehraufwand. Sie müssen sich nämlich vor Reiseantritt ausreichend Informationen zu dem Land und den möglichen Gefahrenquellen einholen. Eine Nichteinholung von Informationen über die Arbeits- und Lebensumstände im Ausland kann bereits eine Schadensersatzpflicht rechtfertigen. Darüber hinaus ist es für das Unternehmen sinnvoll eine zusätzliche Geschäftsreiseversicherung für die mobilen Mitarbeiter abzuschließen, da die gesetzliche Krankenversicherung im Ausland häufig nicht ausreicht. Zum Beispiel kann man mit bestimmten Leistungseinschränkungen wie -keine Übernahme von Krankenrücktransport- rechnen.

Um die Risken zu minimieren und so optimal wie möglich für die Sicherheit der Mitarbeitenden garantieren zu können, ist es somit unerlässlich sich vorab zu informieren. Hierbei gilt z.B. das Auswärtige Amt für Sicherheitsinformationen als zuverlässige Quelle. Noch besser wäre es, wenn Unternehmen, vor allem bei Reisen in Krisengebiete, auf bestimmte Sicherheitskonzepte mit GPS von externen Dienstleistern zurückgreifen. Die Mitarbeiter können dabei nicht nur lokalisiert werden, sondern können zum Beispiel auch mithilfe einer Notfall App einen Alarmruf auslösen, der in brenzlichen Situationen einen Hilferuf an die Notfallzentrale des Dienstleisters schickt. Zudem bieten diese Dienstleister zumeist einen allumfassenden Schutz von der Planung der Dienstreise bis zur sicheren Rückkehr des Arbeitnehmers an und versorgen Unternehmen und Reisende mit umfangreichen aktuellen Informationen zu Gefahren am Reiseort. Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten sollten letztendlich keine Kosten und Mühen gescheut werden – denn die Mitarbeiter sind das wertvollste Gut des Unternehmens. Natürlich müssen solche Verfahren immer die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeitenden berücksichtigen, aber das sollte Gesundheit und Sicherheit wert sein.

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Urheberrecht: © Olivier-Le-Moal auf Fotolia.com.

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