Hackerangriff beim Software-Riesen

05 Mrz

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Zwischen September und Dezember 2018 hat auch Microsoft Hackerangriffe bei sich feststellen müssen. Hierbei wurden über 100 Konten in sechs europäischen Ländern anvisiert. Es handelte sich um Mitarbeiterkonten aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Polen, Rumänien und Serbien. Die Hacker zielten vor den Europawahlen im Mai auf Daten von bekannten Think Tanks und Nichtregierungsorganisationen in Europa ab. Hierzu zählen z.B. der German Marshall Fund, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik und das Deutsche Aspen Institute.

Mithilfe von sogenannten Spear-Phishing Mails wurde versucht, Informationen und sensible Daten abzugreifen. Bei einem Spear-Phising-Angriff werden E-Mails verschickt, die von scheinbar vertrauenswürdigen Quellen stammen und von gezielt ausgesuchten Nutzern geöffnet werden sollen. Der Empfänger soll durch das Klicken auf einen Link auf eine gefälschte Website geleitet werden, die mit Malware verseucht ist. Somit kann das einfache Öffnen einer solchen E-Mail erhebliche Konsequenzen für das Unternehmen mit sich bringen, da Daten gestohlen werden und Computer übernommen werden können (DDoS-Angriffe).

Nach ersten Untersuchungen von Microsoft konnte das Unternehmen die Angriffe auf eine Organisation, die vermeintlich mit der russischen Regierung zusammenarbeitet, zurückführen. Zwar stehen diesbezüglich noch weitere Untersuchungen an, jedoch ist sich Microsoft recht sicher, dass es sich um die russische Hackergruppe Strontium handelt. Bereits vor einigen Monaten hatte Microsoft einen russischen Hackerangriff festgestellt und Details veröffentlicht. Scheinbar handelt es sich um die gleiche Gruppe – Microsoft wurde somit mehrfach und trotz strengeren Sicherheitsvorkehrungen gehackt. Der Schaden, welcher sich hieraus für Microsoft ergeben hat, wurde nicht veröffentlicht. Dennoch kündigte Microsoft an, ihr Cybersicherheitsangebot vor allem in Deutschland, Frankreich und Spanien zu erweitern.

Urheberrecht: ©-frank-peters auf Fotolia.com

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