Krisenvorsorge in Deutschland – Business Continuity Management als Maßnahme zur bevorstehenden Dürre

07 Mai

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Waldbrände, Ernteausfälle und Trinkwasserprobleme – das sind die Folgen der bevorstehenden Dürreperiode in Deutschland. Bereits letztes Jahr wurde der wärmste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen des Wetterdienstes festgehalten und schon dieses Jahr könnte ein neuer Rekord erreicht werden. Die Folgen sind noch viel weitreichender als man denkt, denn aufgrund der schlechten Ernten wird es einen Anstieg der Erzeugerpreise geben. Hiervon ist nicht nur regionales Obst und Gemüse betroffen, denn auch Milch und Fleisch wird teurer, da das Vieh nicht mehr gefüttert werden kann. Somit wird mehr importiert, der CO²-Ausstoß erhöht und letztendlich mehr Pestizide eingesetzt – dies wirkt sich eher für als gegen den Klimawandel aus. Die Existenz vieler Bauern in Deutschland ist gefährdet.

Auch in der Kap-Region herrschte vor zwei Jahren eine der schwerwiegendsten Dürren seit Jahrzehnten. Diesbezüglich hatte die RUCON Gruppe im Jahr 2018 ein Interview mit unserem Risikomanagementexperten Uwe Rühl veröffentlicht, in dem er die damalige Lage und die Notfallpläne unter die Lupe genommen hat. Hierbei hat er auf die Bedeutung von Resilienz und eines Risikomanagementplans hingewiesen. Der Schwerpunkt eines solchen Plans liegt laut Uwe Rühl vor allem auf der langfristigen und strategischen Planung, denn „Resilienz ist kein kurzfristiges Konzept, schon gar nicht eine reine Notfallplanung.“

Der Sommer steht zwar schon vor der Tür, aber noch ist etwas Zeit, um Maßnahmen einzuleiten. Business Continuity Management setzt bereits an, bevor das Problem überhaupt entstanden ist. Mithilfe von Business Impact Analysen, Risikoanalyse und Notfallplanung im Krisenmanagement ist man auf den Ernstfall vorbereitet. Wichtig ist zudem, aus vorherigen Krisen zu lernen, um frühzeitig Probleme aufzudecken. Laut Uwe Rühl ist vor allem ein langfristiges Monitoring von Bedeutung. Ziel ist es, Vorhersagen treffen zu können und Risiken zu minimieren. So entschieden viele Gemeinden aufgrund der letzten Dürre, das Osterfeuer abzusagen. Das Waldbrandrisiko sei zu hoch, bereits im letzten Jahr entstanden Komplikationen. Um Waldbrände noch früher erkennen zu können, werden neue Waldbrandsensoren entwickelt. Diese Sensoren ähneln einer sehr strategischen und feinfühligen Risikoanalyse. Außerdem fordert die Feuerwehr mehr Löschhubschrauber an, um im Notfall noch schneller und großflächiger eingreifen zu können. Dies gleicht der Notfallplanung im Krisenmanagement. Bezüglich des Trinkwassers soll zwar keine Knappheit drohen, dennoch stehen in Gebieten, in denen Dürre droht, Fernwasserleitungen zur Verfügung.

Deutschland setzt das Business Continuity Management bereits erfolgreich um und hat aus vorherigen Szenarien gelernt, diese bewertet und Kompensationsmaßnahmen geplant. Außerdem ist es wichtig, dass diese Pläne ständig aktualisiert, überdacht und neu bewertet werden, damit sie den aktuellsten Herausforderungen gerecht werden. Vor allem für Unternehmen ist ein Business Continuity Management von großer Bedeutung, um Ausfälle von Geschäftsprozessen zu vermeiden. Mit unserem Business Continuity Management System sind auch Sie auf Krisen vorbereitet. Sprechen Sie uns gerne an!

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