Krypto-Trojaner WannaCry am Nürnberger Hbf

15 Mai

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Samstag, 13. Mai 2017, Nürnberg Hauptbahnhof. Ach, da kamen Erinnerungen hoch. Vor allem in den 80er Jahren war ich als Kind und Teenager ein absoluter Eisenbahn-Fan und Nürnberg Hauptbahnhof immer ein Sehnsuchtsort für mich. Es war immer was los, Züge wurden umrangiert, fuhren in den Hauptbahnhof ein und aus dem Hauptbahnhof aus. Und alles war irgendwie faszinierend… „Nürnberg Hauptbahnhof, hier Nürnberg Hauptbahnhof..“ Diese Sprachansagen aus der Lautsprecheranlage mit breitem fränkischen Untertitel löste am 13. Mai 2017 ganz viele Erinnerungen in mir aus. Da war er wieder, der breite fränkische Dialekt, wenn ein Zug gerade angekommen war.

Allerdings ist der Grund für diese menschlichen Ansagen einer, der uns alle nachhaltig alarmieren sollte. Durch eine großangelegte -vielleicht sogar die größte bisher bekannte- Cyberattacke war es weltweit und eben auch bei der deutschen Bahn zu Auswirkungen gekommen. Und diesmal waren sie für breite Massen sicht- und eben auch hörbar. „Nürnberg Hauptbahnhof, hier Nürnberg Hauptbahnhof…“. Durch die Vernetzung von IT-Systemen zwischen Bürowelt und Steuerungssystemen kommt es zunehmend zu diesen spürbaren Auswirkungen von Cyberangriffen.

Wenn in Großbritannien z.B. Wie in der Presse berichtet, Kliniken Notfallpatienten abweisen müssen, dann ist leider etwas klar festzustellen: Cyberattacken können lebensbedrohlich sein und tödlich enden!

Wir müssen endlich aufwachen: das was im Cyberraum passiert ist Bandenkriminalität, Spionage, Terrorismus und eben auch Krieg! Und wir sind mittendrin. „Nürnberg Hauptbahnhof, hier Nürnberg Hauptbahnhof…“ Die Frage ist nur, wann wir es endlich verstehen, dass den Drahtziehern dahinter aus kriminiellen Gründen, aus politischen Gründen, aus ideologischen Gründen oder was auch immer, ziemlich egal zu sein scheint, dass diese Attacken massive Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unser persönliches Leben und -ja eben auch- auf Gesundheit und Leben von Menschen haben kann und hat?!

Deshalb muss Schluss sein mit sorglosem Klicken! Jeder Link, jedes Attachment kann heute das Einfallstor für eine -vielleicht noch größere und schlimmere- Attacke sein. Wir müssen uns fragen, ob jeder von uns erkannt hat, welche Gefahren lauern und ob das Bewusstsein ob dieser Gefahren unsere Umsicht im Umgang mit IT schärft? Wir müssen uns auch fragen, ob wir in den Unternehmen, Verbänden und Behörden verstanden haben, dass wir hier in eine ernste und wachsame Verteidigungshaltung kommen müssen! Und das kann auch ungewöhnliche Maßnahmen umfassen, wie bei Telefonica, als Mitarbeiter über Lautsprecheransagen aufgefordert wurden, ihre Rechner vom Netz zu nehmen.

Deshalb fragen wir uns einfach an diesem Beispiel:

Können wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell und direkt erreichen ohne E-Mail oder Social-Intranet nutzen zu müssen?

Wissen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell und zielgerichtet ihre Rechner vom Netz nehmen?

Wir stehen für Organizational Resilience. Schluss mit sorglosem Klicken!

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