ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – TEIL 11

07 Jul

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Das letzte Mal haben wir eine Methode zum Umgang mit dem Kontext einer Organisation genauer betrachtet. Diesmal widmen wir uns einem Grundprinzip von Organizational Resilience.

Die Forschung zu Organizational Resilience nahm in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt auf. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurde die Frage gestellt: was kennzeichnet eine resiliente Organisation und welche Ansätze führen dazu? Dabei wurden einige Grundprinzipien identifiziert, die für eine Kultur und ein Mindset der Resilienz im Unternehmen gute Ansätze liefern.

Ein wesentliches Element ist Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Ein Unternehmen soll in der Lage sein, auf Änderungen aus dem Kontext reagieren zu können und sich so anzupassen, dass es auf dem Markt relevant und damit überlebensfähig bleibt. Wir wollen Flexibilität hier mit einem Gegenprinzip koppeln: Stabilität!

Diese ist wichtig, um ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu verfolgen. Stabile Prozesse, ein gesundes Know-how der Mitarbeitenden. Im täglichen „Basisgeschäft“ ist es wichtig, kleine Störfaktoren schnell zu erkennen und zu beheben, bevor Auswirkungen auf die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens entstehen. Werkzeuge aus dem Qualitätsmanagement, Six Sigma und Lean sind hier durchaus geeignet, für eine stabile und exzellente Betriebsplattform zu sorgen. Kostenbewusstsein, vermeiden von Verschwendung, all dies sind Aspekte, die mit für ein gesundes und überlebensfähiges Unternehmen sorgen können.

Gleichzeitig ist aber Flexibilität wichtig, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicher zu stellen. Damit ist gemeint, schnelle Experimente und Prototypen an neuen Produkten und Dienstleistungen testen zu können. Mitarbeitende arbeiten neben ihren Tätigkeiten im operativen Geschäft bewusst interdisziplinär zusammen, probieren und testen Neues aus. Hierarchien, wie sie im stabilen Tagesbetrieb nötig sind, spielen hier keine Rolle. Gefragt ist Kreativität, Schnelligkeit, ja Spieltrieb. John P. Kotter hat dieses Prinzip in seinem Buch „Accelerate“ im Jahr 2014 beschrieben.

Beides, einen stabilen Basisbetrieb und gleichzeitig eine flexible Struktur zum Experimentieren sind kein Widerspruch, sondern eine notwendige Ergänzung. Überlebens- und zukunftsfähige Unternehmen wenden beide Elemente erfolgreich und mit Herzblut an.

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

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Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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