ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – TEIL 7 VON UWE RÜHL

05 Jun

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In diesem Beitrag sehen wir uns an, wie ein Managementsystem grundlegend aufgebaut ist und wie es Organizational Resilience unterstützen kann.

Zunächst etwas Historie: Managementsystemnormen haben eine Entwicklungsreise hinter sich, die Ende der 1970er Jahre begann mit der Vorläufernorm der heutigen ISO 9001 (Qualitätsmanagement). Schon früh hat man den sogenannten Plan-Do-Check-Act-Kreislauf oder auch Deming-Cycle als Grundkonzept verstanden für kontinuierliche Verbesserung verstanden. Durch den regelmäßigen Ablauf von Analysen, Reviews und Audits sollte sichergestellt werden, dass die Qualität von Produkten ständig besser an die Anforderungen von Kunden und Behörden angepasst wurde. Der Aufbau der Normen folgte dieser Struktur lange Zeit aber nicht. Es waren unterschiedliche Konstrukte, unter anderem die „“20 Kapitel“ der ISO 9001:1994 im Einsatz. Dies änderte sich erst im Jahr 2000, als ISO 9001 den PDCA-Zyklus auch für den Aufbau der Norm selbst nutzte.

Heute sind alle Managementsystemnormen gleich aufgebaut. Dafür sorgt eine verbindliche Guideline der ISO. Natürlich entwickeln sich die Normen begrifflich und inhaltlich ständig weiter, aber seit 2012 haben wir eine feste Struktur, an der sich alle Standards verbindlich orientieren. Dies ist auch eine hervorragende Grundlage für Integrierte Managementsysteme. So bezeichnet man ein Managementsystem, das mehrere Themen wie u.a. Qualität, Umweltmanagement und Informationssicherheit umfasst. Faktisch ist es ein Managementsystem, das die Anforderungen mehrerer Normen erfüllt. Anders sieht es aus, wenn ein Unternehmen parallel mehrere Managementsysteme betreibt und nur teilweise zusammen Aufgaben erledigt (z.B. interne Audits).

Ein ORMS (Organizational Resilienz Managementsystem) ist darauf ausgelegt, wie ein Integriertes Managementsystem betrieben zu werden. Das Ziel sollte sein, mit einem Managementsystem alle Aspekte zu steuern, die zur Überlebens- und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens nötig sind. In dem Zusammenhang wird es wichtig sein, unterschiedliche Aspekte wie Produkt- und Servicequalität, Informationssicherheit, Business-Continuity, Energieeffizienz und Umweltmanagement miteinander im ORMS zu verbinden.

Das ORMS stellt dabei alle Grundfunktionen und Werkzeuge zur Verfügung, die genutzt werden um als Unternehmen einen erstrebenswerten Resilienz-Zustand laufend zu verfolgen (kontinuierliche Verbesserung der Resilienz des Unternehmens).

Die heute geläufige Grundstruktur eines Managementsystems mit sieben Kapiteln bietet sich dafür an. Dem widmen wir uns im nächsten Beitrag.

 

Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen, Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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