ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – TEIL 8 VON UWE RÜHL

12 Jun

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Managementsystemnormen der ISO, aber auch nationale Standards, sind seit dem Jahr 2012 einheitlich aufgebaut. Das Grundprinzip der kontinuierlichen Verbesserung zieht sich durch das gesamte Managementsystem durch.

Der Aufbau umfasst sieben Kapitel:

  • Kontext der Organisation – erkennen und bewerten von Einflussfaktoren
  • Führung – Verpflichtung der obersten Managementebene, Zielsetzung, sowie Rollen und Verantwortungen
  • Planung – Umgang mit Risiken und Möglichkeiten, Planung der operativen Ziele und Planung von Veränderungen
  • Unterstützung – Ressourcen, Kompetenz (Wissen und Fähigkeiten), Sensibilisierung und Kommunikation
  • Betrieb –Abläufe und Maßnahmen, die zum Erreichen der Ziele nötig sind, Umgang mit Veränderung und steuern ausgelagerter Prozesse
  • Bewertung der Leistung –Metriken, interne Audits und Managementbewertung
  • Verbesserung –Korrekturen und Korrekturmaßnahmen, kontinuierliche Verbesserung

 

© Flügelradmodell

 

Wir erkennen den „Geist“ des Plan-Do-Check-Act-Kreislaufes wieder.

Um die Überlebens- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen zu stärken bietet es sich an, der Struktur zu folgen und diese mit Methoden und Werkzeugen anzureichern. Es gilt: nicht jedes Tool passt für jedes Unternehmen. Es geht darum, die passenden Werkzeuge zu finden und zu nutzen. Organisationen unterscheiden sich nach Größe, Struktur, Kultur, aber auch Geschäftsmodell. Ähnlich wie Organismen ihre individuellen Bedürfnisse haben, so haben auch Organisationen ihre eigene DNA. Welche Methoden für ein ORMS empfehlenswert sind, werden wir in weiteren Teilen dieser Reihe besprechen.

Zu empfehlen ist aber, die Grundstruktur der sieben Kapitel zu nutzen. Sie sind nicht nur eine Gliederung von Normen, sondern ein hilfreiches Instrument, um systematisch vorzugehen und Fokus zu halten. In der RUCON Group haben zum Beispiel unsere Führungsprozesse genau nach diesen sieben Kapiteln strukturiert. Immer wieder laufen also dieselben Schritte ab, wenn eine Periode (z.B. das nächste Quartal) geplant wird. Leitfragen dabei sind: Wie hat sich der Kontext verändert? Welche Auswirkungen hat dies auf die Ziele? Welche Risiken und Möglichkeiten ergeben sich daraus? Sind ausreichend geeignete Ressourcen vorhanden? Wie werden die Ziele umgesetzt? Wie erfolgreich sind wir damit? Was kann und muss verbessert werden?

Um diese Fragen systematisch zu beantworten, braucht es keine großen und komplexen Werkzeuge. Es geht auch einfach. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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