ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – TEIL 14

28 Jul

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Wenn Organisationen, egal ob For-Profit oder Non-Profit, überleben und zukunftsfähig sein wollen, brauchen sie ausreichende Ressourcen. Das klingt profan, ist aber in der momentanen SARS-CoV-2 Pandemie für viele Unternehmer*innen nackte und brutale Realität. Ohne Kunden, ohne Umsatz geht es nicht; oder zumindest nur so lange, bis die Ersparnisse aufgebraucht sind.

Es wäre jetzt verwegen, 9-Mal-Klug zu beschreiben, wie viel Geld ein Unternehmen hätte auf der Kante haben sollen. Und es bringt uns nicht weiter, über (staatliche) Hilfsprogramme zu diskutieren – dies wird an anderer Stelle zur Genüge getan.

Was bedeutet dies aber für ein Organizational Resilience Management System? Ressourcen erstrecken sich in der Normenwelt über eine ganze Reihe von Aspekten. Finanzen sind einer davon, aber auch Wissen, geeignete Arbeitsumgebungen, Informationen, Lieferketten, aber natürlich auch angemessen qualifiziertes und erfahrenes Personal.

Ein Unternehmen sollte gut verstehen, welche Ressourcen es zum Überleben braucht. Also, wie viel Liquidität (Umsatz ist hier leider wenig geeignet, wenn er nicht in liquide Mittel verwandelt werden kann), welche Rohstoffe, welche Daten und welches Personal nötig ist, um die Geschäftsprozesse soweit aufrecht zu erhalten, dass Notsituationen überlebt werden können. Um hierfür ein gutes Gespür zu kommen, sollte regelmäßig eine Business-Impact-Analyse (BIA) durchgeführt werden.

Was wir aus Corona auch lernen ist, dass Notsituationen durchaus länger anhalten können, als der zeitliche Horizont vieler BIAs die wir bisher gesehen haben. Diese haben häufig einen Zeitraum von wenigen Wochen betrachtet. „Alles was länger dauert, betrachten wir nicht. Dann haben wir ganz andere Probleme…“ war eine der häufigen Antworten. Heute erkennen wir, dass ein Unternehmen zumindest für sechs Monate eine Ahnung haben sollte, was es braucht. Es geht nicht um mathematische „Scheingenauigkeit“, sondern um eine gute Schätzung des Bedarfs.

So viel zum Überleben, was aber ist mit der Zukunftsfähigkeit? Auch dabei geht es um die nötigen und geeigneten Ressourcen. Welches Know-how ist nötig, um neue Ideen und Geschäftsmodelle umzusetzen? Welches Kapital, welche Rohstoffe sind dafür nötig? Welche Zugänge zu ganz neuen Märkten? Auch darum sollte sich ein Organizational Resilience Management System kümmern und nicht beim „nacken Überleben“ aufhören. Schließlich geht es um Survive AND Prosper!

 

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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