ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – TEIL 17

18 Aug

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Menschen machen Fehler. Das gehört zum Leben.

Wir müssen Fehler machen, weil wir daraus lernen können. Genau so geht es Unternehmen. Organisationen bestehen aus Menschen die zusammen arbeiten, um Ziele zu erreichen.

Fehler sind also Teil des Lernens. Fatal ist es, Fehler zu ignorieren, zu vertuschen oder eben nicht daraus zu lernen. Management-Systeme haben dafür das Normkapitel „Improvement – Verbesserung“, das sich dem Thema widmet.

Es geht um systematisches Herangehen an Abweichungen (ein anderer, vielleicht angenehmerer Begriff für Fehler?) und wie Entscheidungen getroffen werden, um diese Abweichungen zu beseitigen. Nicht nur beseitigen, sondern den Eintritt der gleichen Abweichung auch an anderen Stellen im Unternehmen möglichst zu verhindern. Nicht immer ist das möglich und manchmal ist es wichtig, eine gewisse Abweichungs- oder Fehlerquote zu akzeptieren. Der Aufwand, noch weniger Fehler zu produzieren, würde dann in keinem vernünftigen Verhältnis mehr stehen zu den Folgen aus den Fehlern.

Null-Fehler-Strategien sind Teil einer Fehlerkultur geworden, können aber auch das Gegenteil bewirken: rigide, starre Organisationen, die zu wenig anpassungsfähig sind.

Gerade im ORMS (Organizational Resilience Management System) wollen wir die Spannung zwischen einem stabilen Betrieb auf der einen Seite und einer flexiblen Anpassung an neue Umstände auf der anderen Seite erreichen. Das bedeutet auch den Mut zu haben, mehr Fehler zu machen und nicht das letzte Quäntchen Perfektion heraus kitzeln.

Die Forschung zu Organizational Resilience spricht sogar von eine Continual Innovation Process in Ergänzung zu einem Continual Improvement Process. Also ständig neue Eisen im Feuer zu haben. Prototypen zu testen. Das hat mit Schnelligkeit zu tun. Ideal ist es, wenn wir Schnelligkeit UND Fehlerarmut erreichen. Dazu müssen wir allerdings auch in die Kultur des Unternehmens eingreifen. Dazu gehört die Freiheit, Fehler offen anzusprechen, aber auch eine gewissen Ungenauigkeit zu akzeptieren. Es geht darum, Risiken und Möglichkeiten gegeneinander abzuwägen. Dies ist ein andauernder Balanceakt zwischen Entscheidungsoptionen.

Und wir haben gelernt: ein ORMS lebt von dieser Brücke des UND: Stabil UND Flexibel. Survive AND Prosper!

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

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