ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – TEIL 19

01 Sep

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Business Continuity und Business Dis-Continuity

 

Ein Organizational Resilience Management System hat zum Ziel, sowohl Business Continuity als auch Business Dis-Continuity zu steuern.

Wie ich darauf komme? Ich habe mich in den vergangenen Wochen einmal wieder mit unterschiedlichen Definitionen von Organizational Resilience beschäftigt und dabei wissenschaftliche Quellen, aber auch einige Bücher gewälzt.

Dabei ist mir in einem Buch über Business Disruption der Begriff der Business Dis-Continuity ins Auge gesprungen. Die Autoren wollten den Fokus auf alte Business Modelle am Ende ihres Lebenszyklus lenken. Für betroffene Unternehmen ist es dann an der Zeit, diese obsoleten Geschäftsmodelle geordnet vom Markt zu nehmen oder einzustellen.

Jetzt wäre es ideal, wenn diese Unternehmen neue und gleichzeitig auch andere bewährte, Produkte und Dienstleistungen in unterschiedlichen Lebenszyklusphasen am Markt hätte. Diese Idee kennen wir z.B. aus dem Boston-I-Portfolio (oder BCG Matrix).

Den Gedanken der Produkt- und Service-Lebenszyklen nehmen auch die Business-Continuity Good Practice Guidelines auf und empfehlen, Produkte und Services am Ende des Lebenszyklus für Business Continuity nicht mehr zu berücksichtigen. Das heißt, in der Business-Impact-Analyse wird bewertet, in welcher Phase ein Produkt oder Service steht und dann bei Bedarf aktiv „ausgesiebt“. Business Continuity Planungen werden dann nur für die erfolgreichen und versprechenden Produkte und Services durchgeführt.

Da Organizational Resilience die Überlebensfähigkeit und Zukunftsfähigkeit (survive and prosper) im Fokus hat, könnte uns das Bild von Business Continuity und Business Dis-Continuity durchaus helfen. Aktives Lebenszyklus-Management für Produkte und Services, um als Unternehmen relevant zu sein und zu bleiben. Auf neue Erwartungen und Bedürfnisse von Kunden reagieren. Produkte am Ende des Lebenszyklus aktiv vom Markt nehmen und immer ausreichend neue heiße Eisen im Feuer haben.

Das Business Continuity Management fokussiert sich dann auf diese aktiven und versprechenden Produkte, damit diese auch unter widrigen Umständen am Markt funktionieren können. Andere Produkte und Dienstleistungen werden systematisch vom Markt genommen.

Mir persönlich hilft diese Bild von Business Continuity und Business Dis-Continuity, Organizational Resilience Management besser zu greifen und zu erklären.

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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