ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 22

22 Sep

  • in ORMS
  • von
  • 0

Asset Management im ORMS

 

Optimale Lebenszyklen von Produkten, aber auch von Infrastruktur eines Unternehmens, sind ein essenzielles Thema verantwortungsvollen Wirtschaftens. ISO 55001 ist ein Standard für ein Asset-Managementsystem. Welche Rolle Asset-Management in einem Organizational Resilience Managementsystem spielen kann, behandelt dieser Beitrag.

Befragt man Personen nach der Bedeutung des Begriffs „Asset“, kommen häufig sehr unterschiedliche Aussagen – von Wertpapieren, über Fonds, bis Gebäude und Infrastruktur.  Ein Asset-Management nach ISO 55001 bezieht sich vor allem auf physische Assets eines Unternehmens. Das sind v.a. Einrichtungen, Maschinen, Gebäude und Infrastruktur einer Firma. Inhaltlich geht es vor allem darum, den gesamten Lebenszyklus dieser Werte systematisch zu steuern und ideal zu gestalten. Natürlich steht dabei Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, aber nicht nur: durch eine geschickte Ersatzteilversorgung stehen auch Betriebssicherheit, Kontinuitätsmanagement, aber auch Nachhaltigkeit im Fokus.

Hier decken sich viele Ziele der unternehmerischen Resilienz mit dem Asset-Management, weshalb ISO 55001 absolut einen Platz in einem ORMS haben sollte. Die Ideen und Ansätze sind nicht nur für Unternehmen mit komplexer Struktur, wie z.B. Energieversorger interessant, sondern sie können auch IT-Unternehmen und Start-Ups unterstützen. IT-Equipment hat ebenso einen Lebenszyklus, der gesteuert werden will. Der Umgang mit mobilen Endgeräten, Servern und Netzwerk-Equipment kann komplexe Fragen der Betriebssicherheit aufwerfen, vor allem wenn der Support durch die Hersteller abgekündigt wurde. Diese Ansätze sind gleichfalls aus der Informationssicherheitsmanagement-Norm ISO/IEC 27001 bekannt, wo es z.B. um die Aufbereitung von Equipment für die Wiederverwertung geht.

Für mich gehört zum Lebenszyklus-Management auch der Aspekt, was mit den Assets geschehen kann, wenn das Unternehmen tatsächlich keine Verwendung mehr dafür findet. Wenn es darum geht, Anlage und Einrichtung weiter zu veräußern, ein Up-Cycling oder Re-Cycling durchzuführen oder für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen.

Ein Managementsystem bringt uns dazu, bewusst mit diesen Themen umzugehen und gezielte Entscheidungen zu treffen. Asset-Management gehört in jedem Fall dazu!

Auch Investitionsgüter-Produzenten tun gut daran, ihren Produkten alles mitzugeben, damit diese Assets ein langes und produktives Leben haben. Auch in zweiter und dritter Hand. Mit Ersatzteilversorgung, Support – und der Möglichkeit, einer Runderneuerung – für ein langes Produktleben.

 

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

[email protected]

Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

Share on Xing
0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.