ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 24

06 Okt

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Brauchen wir einen Organizational Resilience Manager?

Organizational Resilience ist ein überlebenswichtiges Thema für jedes Unternehmen. Brauchen wir also einen Organizational Resilience Manager? Die Antwort ist: Jein. Von größerer Bedeutung ist, dass alle Führungskräfte und Mitarbeitenden aktiv Verantwortung übernehmen und mitziehen.

Vor 20 Jahren war es in allen Managementsystemen noch üblich, Beauftragte benennen zu müssen: z.B. Qualitätsbeauftragte und Umweltbeauftragte. Heute sind die Normen wie ISO 9001 deutlich offener geworden. Rollen, Verantwortungen und Befugnisse sollen festgelegt werden, damit das jeweilige Thema Qualität, Umwelt, Informationssicherheit usw. betrieben, verbessert und dem Top Management über den aktuellen Status berichtet werden kann. Auch wenn heute keine beauftragten Personen direkt in den Normen gefordert sind, werden sie natürlich weiter benannt. Manchmal ist der Treiber auch an anderer Stelle zu suchen: zum Beispiel in Gesetzen (z.B. Datenschutzbeauftragter) oder Auflagen von Aufsichtsbehörden (z.B. Ansprechpartner Informationssicherheit in KRITIS-Unternehmen).

Was aber alle Normen gleichermaßen tun, ist die Verantwortung des Top Managements (Oberste Leitung) zu definieren. Und jetzt wird es interessant. Es klingt zu einfach, einen Beauftragten zu ernennen und sich damit ein Thema zu delegieren.

Gerade aber bei Organizational Resilience muss das Top Management selbst eine aktive Rolle spielen und übernehmen. Es muss aktiv Vorleben, die Kultur entwickeln, ein Mindset der unternehmerischen Resilienz positiv beeinflussen. Überlebens- und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens ist Chefinnen- und Chef-Sache. In der wissenschaftlichen Forschung zur Organizational Resilience wird genau der Faktor untersucht, wie die persönliche Resilienz (Entrepreneurial Resilience) die gesamte Resilienz des Unternehmens beeinflusst.

Natürlich macht es Sinn, gerade in größeren Betrieben, Organizational Resilience auch in die Organisationsstruktur zu integrieren. Zuerst, indem Managerinnen und Manager nicht nur mitgenommen, sondern aktiv eingebunden werden; an der gesamten Entwicklung und in ihren Zuständigkeitsbereichen. Regelmäßige Abstimmungsmeetings sollten dann zur Koordination von Maßnahmen und Aktionen dienen.

Wer darüber hinaus einen speziellen Organizational Resilience Manager einsetzen will: natürlich, gerne, bitte machen! Wie aber schon erwähnt: dies ist kein Freikaufen vom Thema. Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer: Vorleben ist unser Job, das kann und soll uns niemand abnehmen. Ganz im Sinn von #surviveANDprosper

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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