ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 25

13 Okt

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Resilience vs. Nachhaltigkeit?

 

Es gibt rege Diskussionen, ob und wie Organisatorische Resilienz und Nachhaltigkeit zusammengehören. Wo sie sich abgrenzen oder gar behindern. Vor allem in der wissenschaftlichen Diskussion ist Definition und Abgrenzung von Themen natürlich sehr wichtig. In diesem Beitrag soll uns die Frage beschäftigen, ob und wie beide Themen praktisch zusammengehören und wie wir sie zusammenbringen können.

Nachhaltigkeit als Thema beschäftigt die wissenschaftliche, aber auch praktische, Literatur schon einige Zeit. Im Jahr 2010 wurde mit ISO 26000 ein Leitfaden zur Gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Social Responsibility) veröffentlicht. Der Leitfaden genießt hohe Popularität und wird in vielen Unternehmen verwendet. Gesellschaftliche Verantwortung wird in diesem Standard in Modulen behandelt. Unter den Themen ist natürlich auch der verantwortliche Umgang mit den endlichen natürlichen Ressourcen; aber auch der Fragen der Ethik und gesellschaftliche Belange.

Ein Unternehmen, das langfristig denkt und plant, kann und wird sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und gesellschaftlichen Fragen aktiv beschäftigen müssen. Denn ein auf Überlebens- und Zukunftsfähigkeit ausgerichtetes Unternehmen bedenkt die Auswirkungen des eigenen Handelns auf diese Zukunft.

Es geht nicht nur darum, auf Veränderungen von außen vorbereitet zu sein und sich rechtzeitig anzupassen. Es geht auch darum, aktiv eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Gerade in der SARS-CoV2 Pandemie lernen wir Menschen, dass wir in die ökologischen Systeme integriert und nicht von diesen entkoppelt sind. Was wir tun und lassen hat Auswirkungen auf unsere Lebensgrundlagen. Was wir tun und lassen hat Auswirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung. Was wir tun und lassen hat direkte Auswirkungen auf die Überlebens- und Zukunftsfähigkeit von Organisationen und Unternehmen.

Für mich gehören zu einem ORMS deshalb ganz klar die Themen der gesellschaftlichen Verantwortung und ohne Frage auch der Umgang mit unserer Umwelt.

Ein ORMS, Organizational Resilience Management System, ist die Basis um Umweltmanagement, faire und stabile Lieferketten, Anti-Korruption, Kreislaufwirtschaft und Produktlebenszyklen aktiv zu steuern.

Wichtig und entscheidend ist es, langfristig zu denken und zu handeln und gleichzeitig schnell auf schwache Signale zu reagieren. Entscheidend ist auch, anpassungsfähig zu sein und gleichzeitig aktiv das Unternehmensumfeld mitzugestalten. Das sind keine Widersprüche, sondern Spannungsfelder in denen sich Unternehmenslenker*innen bewegen.

 

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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