ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 27

27 Okt

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Business Continuity Management im ORMS

Das operative Geschäft auch unter schwierigen Bedingungen fortzuführen ist Kernaufgabe von Business Continuity Management (BCM). Aber auch einen normalen Betrieb zu schnell wie möglich wieder zu erreichen, muss geplant sein. Warum BCM ein Kernthema eines Organizational Resilience Management Systems ist, darum geht es in diesem Beitrag.

Derzeit bestimmen Ampeln die Aufmerksamkeit. Gemeint sind natürlich die Corona-Warnampeln. Neben grün, gelb und rot wurde jetzt noch dunkelrot als ein Status definiert. Nach den relativ geringen Infektionszahlen im Sommer kippen nun mehr und mehr Kreise und kreisfreie Städte in den gelben, roten oder gar dunkelroten Bereich. Starke Einschränkungen des öffentlichen Lebens zum Gesundheitsschutz sind die Folge.

Viele Unternehmen sehen damit wieder einer größeren Unsicherheit entgegen. Kommt ein neuer Lockdown? Welche weiteren Einschränkungen wird es geben?

Seit Beginn dieses Jahres hatten wir die Gelegenheit, aus den Erfahrungen des ersten Lockdowns zu lernen. Hygienekonzepte wurden erarbeitet, um die Infektionsgefahr in Geschäften, Fabriken und Büros zu reduzieren.

Business Continuity Management verfolgt mehrere Ziele. Generell soll wo immer möglich vermieden werden, dass ein Unternehmen überhaupt eine Unterbrechungssituation erlebt. Wo dies nicht möglich ist, sollen Pläne dafür sorgen, dass die Mitarbeiter*Innen, Kunden, Partner und das Unternehmen geschützt werden. Und natürlich sollen Pläne dafür sorgen, dass ein stabiler (Not)-Betrieb aufrechterhalten werden kann. Die wichtigste Grundlage dafür ist eine aussagekräftige Business-Impact-Analyse.

Nun ist eine gute Zeit, die Business-Impact-Analyse zu überprüfen. Welche Annahmen haben sich geändert? Was hat Ihr Unternehmen seit Anfang diesen Jahres gelernt? Wie gut greifen Hygienekonzepte im Unternehmen?

Wir alle hoffen, dass es keinen erneuten flächendeckenden Lockdown braucht. Für diesen Fall jetzt keine Planungen zu haben, wäre allerdings mehr als fahrlässig.

Ein paar Prüffragen, die Sie sich nun stellen können:

  • Ist das Hygienekonzept ausreichend, um Mitarbeiter, Kunden und Partner zu schützen?
  • Ist berücksichtigt, welchen Einfluss erneute Schul- und Kitaschließungen auf das Personal und dessen Verfügbarkeit haben könnten?
  • Welche Umsätze müssen erzielt werden, um das Überleben des Unternehmens zu sichern?
  • Wie kann eine Minimalproduktion in jedem Fall sichergestellt werden?
  • Wie verhindern wir, dass der Betrieb durch eine Quarantäne stillgelegt wird? Gibt es „berührungslose“ Schichtübergaben? Kann die Produktion entzerrt werden?
  • Wie weit reicht die Liquidität?
  • Sind alle Kontaktdaten zu Mitarbeiter*Innen, Lieferanten und Partnern, sowie wichtigen Behörden aktuell?
  • Funktioniert die Informationskette?
  • Wie überwachen Sie die Lieferfähigkeit Ihrer Lieferanten?

Für #surviveANDprosper.

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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