ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 32

01 Dez

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Die Attraktivität von Managementsystemen

Managementsysteme und ihre Normen genießen bei vielen ungefähr die Attraktivität von juckenden Hauterkrankungen. Die Pflicht zu dokumentieren, nachzuweisen und jegliche Flexibilität im Keim zu ersticken wird ihnen angelastet. Wie oft hören wir, dass ein Unternehmen etwas tut, nur weil Auditoren dies gefordert haben.

Ein Managementsystem hat natürlich zum Ziel, Anforderungen und Erwartungen zu erfüllen. Es geht um Compliance, um die Steuerung von Risiken und Governance; also, durch Vorgaben und Kontrollen sicher zu stellen, dass Forderungen tatsächlich erfüllt werden.

Dennoch haben Managementsysteme ihren häufig schlechten Ruf zu unrecht. Denn Sie haben das Potenzial, Flexibilität zuzulassen. Ja, durch den Risiko- und Chancenansatz fördern Normen sogar die Flexibilität, die Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen.

Wer Organizational Resilience erreichen will, braucht diese ambivalente Mischung aus Stabilität und Flexibilität. Ein ORMS soll genau darauf ausgerichtet sein. Wichtig dabei ist nur, dass die Dinge bewusst und systematisch gemacht werden. Ein Unternehmen, das ein ORMS betreibt, schlittert nicht unkontrolliert zwischen Stabilität und Flexibilität hin und her, sondern tut dies bewusst; bzw. lässt bewusst diese Zustände zu.

Auch in Bezug auf Dokumentation und Nachweise besitzen Managementsysteme deutlich mehr Flexibilität, als landläufig angenommen wird. Vor allem geht es darum, konsistente und reproduzierbare Ergebnisse zu produzieren. Das heißt nichts anderes, als Entscheidungen und wichtige Abläufe nach klaren Rahmenbedingungen durchzuführen. Eben nicht willkürlich oder zufällig. Jedes Unternehmen schaut für sich, was dafür notwendig ist und wie diese Konsistenz erreicht werden kann. Nachweise sollen im Endeffekt dazu dienen, dass das Unternehmen gegenüber sich selbst, Kunden, aber auch z.B. Aufsichtsbehörden zeigen kann, was wann und wie entschieden und erreicht wurde. Eigentlich geht es um das entspannte Gefühl sagen zu können: „Schauen Sie hier, so haben wir aus folgendem Grund entschieden!“ Auditorinnen und Auditoren sind nur stellvertretend das neutrale Auge, um diese Aspekte zu bewerten. Sie können wertvolle Tipps und Hinweise geben, um das System zu verbessern. Aber betreiben Sie Ihr System nicht, um Auditoren zu gefallen. Sie tun es, für Ihr gutes Gefühl, die Dinge im Griff zu haben.

Für #surviveANDprosper.

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Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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