ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 33

08 Dez

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Community Resilience

Neulich bin ich über ein Interview mit einem Soziologen gestolpert. Es ging um die Frage, wie die Corona-Pandemie die Gesellschaft verändert und wie eine Post-Corona Gesellschaft aussehen wird. Spannend war ein kleiner Abschnitt im Interview, in dem es um Community Resilience und kritische Infrastrukturen ging.

Im Rahmen dieser ORMS Reihe haben wir bisher die Frage, was Resilience für Organisationen bedeutet behandelt. Organisationen (wie Unternehmen, aber auch Behörden, Vereine und Verbände) stehen allerdings nicht isoliert für sich alleine. Sie sind eingebettet in die Community, die Gesellschaft, und leisten für sie und an ihr ihren Beitrag. Also steht Organizational Resilience nicht alleine „nur“ im Dienst eines einzelnen Unternehmens, sondern leistet immer auch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Resilienz.

Dies kann mehrere Aspekte haben: Zum einen leisten Unternehmen direkt einen Beitrag durch sichere Arbeitsplätze, nötige Produkte und Dienstleistungen und nicht zuletzt durch Steuern, die die staatlichen Aufgaben mitfinanzieren. Zum anderen aber gibt es viele Organisationen und Unternehmen, die sehr direkt für die Resilience der Gesellschaft einen Beitrag leisten. Zum Beispiel als Unternehmen der kritischen Infrastrukturen. Egal ob Gesundheitseinrichtung, Rettungsdienst, Stromversorger oder Logistiker – ohne sie wäre eine funktionierende Gesellschaft im 21. Jahrhundert nicht denkbar. Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie elementar wichtig es ist, dass solche Organisationen überlebens- und zukunftsfähig sind. Fallen sie aus, hat dies erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung aller. Nicht umsonst hat die Forschung zur Organizational Resilience starke Bindungen hinein in die Welt der High Reliability Organisationen.

Community Resilience braucht starke Organisationen, die wie Zahnräder zusammenwirken können. Community Resilience braucht klare und systematische Führung, Risikomanagement und Vorsorgemaßnahmen. Management-System-Ansätze liefern dafür eine wichtige Grundlage. So ist zum Beispiel ISO 37101 eine gute Basis für ein Community-Resilience-Management-System. Städte, Kreise und Länder würden gut daran tun, ein solches Sustainabilty und Resilience-Management-System zu etablieren. Bis es soweit ist, stärken wir durch ein ORMS die Unternehmen, die täglich für unsere Gesellschaft ihr Bestes geben.

Für #surviveANDprosper.

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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