ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 43

09 Mrz

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Supply Chain Resilience – eine starke Lieferkette

Ein über viele Jahre gewachsener Trend kam im Jahr 2020 mit dem Auftauchen der Coronavirus Pandemie abrupt auf den Prüfstand: Lieferketten, die über Jahre über den Globus ihre Fühler ausgestreckt haben und auf Just-in-Time Lieferungen per Fahrzeug, Bahn, Schiff oder Flugzeug angewiesen waren, funktionierten in vielen Fällen nicht mehr oder nicht mehr zuverlässig. Grenzschließungen, noch dazu mitten in Europa, waren ein fast unvorstellbares Phänomen. Wer konnte sich die LKW-Schlangen zwischen Polen und Deutschland vorstellen, die es dann tatsächlich gab?

Grundlegende Diskussionen wurden geführt: lässt sich die Globalisierung überhaupt halten? Muss die Uhr nicht komplett zurückgedreht werden? Muss zumindest die Produktion von kritischen Gütern und Dienstleistungen wieder zurück ins eigene Land geholt werden?

Mir steht es nicht zu, die Diskussion zwischen Globalisierung und Lokalisierung zu kommentieren, da dies nicht mein Fachgebiet ist. Ich möchte aber aus Sicht eines Organizational Resilience Management Systems auf die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette schauen. Denn: das ist ein Kernthema eines ORMS.

Vermutlich jedes Unternehmen ist angewiesen auf Rohstoffe, Erzeugnisse – eben Zulieferung. Auch wer „nur“ mit Wissen und Informationen arbeitet, muss sich die Frage stellen, wie international die eigene IT-Lieferkette ist.

Aus diesem Grund sollte ein ORMS immer in einer Business Impact Analyse und im Risikomanagement die Frage nach der Lieferkette, den Zulieferern, Dienstleistern und natürlich den Lieferwegen stellen. Welche Einflüsse haben Grenzschließungen oder Einschränkungen des Verkehrs? Die Globalen, aber auch die ganz Lokalen. Denken wir an den Wintereinbruch im Februar 2021, als in Teilen Deutschlands gefühlt nichts mehr ging; weder auf der Straße noch mit der Bahn.

Welche Optionen hat Ihr Unternehmen damit umzugehen? Kann die Lagerhaltung ausgebaut, alternative Lieferanten gewählt oder andere Lieferwege und -methoden angewendet werden?

Und natürlich stellt sich die Frage, wie Sie Ihre Lieferkette aktiv und möglichst in Echtzeit überwachen können. Damit Sie genügend Zeit für eine Reaktion haben und Ihre Geschäftsprozesse am Laufen halten können. Natürlich ist immer die Frage, wie Sie Ihre Lieferketten, auch die zu Ihren Kunden widerstandsfähiger designen können. Quasi: Supply-Chain-Resilience by Design!

Global oder Lokal, das ist in vielen Diskussionen die Frage. Wie häufig in der Organizational Resilience tendiere ich zur Antwort: UND! Lieferketten Global UND Lokal widerstandsfähiger gestalten und ausrichten und laufend verbessern. Für Ihr Survive AND Prosper!

 

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

Schreiben Sie mir bitte Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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