ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 50

27 Apr

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Mit diesen 50 Tipps wird Ihr Unternehmen resilient – garantiert

 

So oder ähnlich lesen wir tagtäglich Überschriften zu Beiträgen, Blog-Artikeln und natürlich Marketing-Material. Vielleicht nicht mit der Zahl 50 in der Überschrift. Die habe ich verwendet, weil dies der 50. Beitrag in unserer ORMS Reihe ist. Eher sowas wie „Die 5 Tipps, damit Du garantiert…“ oder „Wer diese 4 Regeln beachtet, …“.

Es wäre schön, wenn die Welt so einfach wäre. Wir wünschen uns, ja sehnen uns geradezu nach diesen einfachen Antworten und den Checklisten, die wir „nur“ abarbeiten müssen – und Schwupps, ist das Ziel erreicht.

Unser Gehirn ist geradezu auf diese einfachen Lösungen programmiert, zumal unsere Merkspanne auf ca. 7 unterschiedliche Items begrenzt ist, wenn wir nicht besondere Merktechniken anwenden. Wer Einkaufslisten im Kopf behalten will weiß, was ich meine.

Leider aber funktioniert ein so komplexes Thema wie „Organizational Resilience“ nicht so einfach. Das Umfeld unserer Unternehmen ist komplex, unüberschaubar, häufig unvorhersehbar. Allein deshalb kann es niemals ein abgeschlossenes Toolset geben, das für jede Situation passt und funktioniert. Ein ORMS lebt von Methoden, Werkzeugen, Prozessen, Controls die modular auf die unterschiedlichsten Szenarien und Veränderungen angewendet werden können. Dies bedeutet aber auch, dass Verantwortliche in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, die so gut sind, dass das Unternehmen zielgerichtet reagieren kann. Hier kommen wir zur eigentlichen Herausforderung. Qualitativ gute Entscheidungen (wir sollten gar nicht versuchen, von „richtigen“ Entscheidungen zu sprechen) brauchen ein hohes Maß an Intuition.

Wir haben reflexartige Verhaltensweisen in Gefahrensituationen, die der instinktiven Welt entspringen und bekannt sind als „Flight, fight, or freeze“-Reaktionen aus unseren Amygdalae. Intuition aber ist nicht angeboren, sondern von viel Erfahrung geprägt. Intuitive Entscheidungen, die z.B. Ärztinnen und Ärzte treffen, wenn sie einem Patienten ansehen, es spüren, dass etwas nicht stimmt und intuitiv die richtige Vermutung zu Diagnose und Behandlung haben. Die Intuition, die Einsatzleiter bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Katastrophenschutz haben, um auf eine Lage zu reagieren.

Diese Intuition, die wir brauchen, um ein Unternehmen für überlebens- und Zukunftsfähigkeit zu optimieren, braucht viel Erfahrung, Zeit und intensive Beschäftigung mit unternehmerischer Resilienz. Die bekommen wir leider nicht über Checklisten. Egal, ob mit 4, 7 oder 50 Punkten.

Dennoch hoffe ich, dass die ersten 50 Tipps Ihnen Ideen und Impulse für ein Organizational Resilience Management System gegeben haben.

Und natürlich geht die Reihe weiter mit neuen Themen und Anmerkungen. Auf die nächsten 50 Artikel!

Für Ihr #surviveANDprosper!

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

Schreiben Sie mir gern Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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