ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 53

18 Mai

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ISO 26000 – Mehr gesellschaftliche Verantwortung

 

Unternehmen haben gesellschaftliche Verantwortung. Eigentlich ist das keine neue Feststellung. Schon in Zeiten der frühen Industrialisierung, vor allem im Großbritannien des späten 18. Und 19. Jahrhunderts, gab es nicht nur vereinzelt Unternehmen, die Verantwortung für Ihre Mitarbeitenden und die gesamte Kommune übernommen haben. Sei es durch den Bau von Wohnsiedlungen, Schulen, Universitäten oder medizinische Einrichtungen. Natürlich gab und gibt es auch die anderen Unternehmen. Die, die auf schnellen Profit aus sind, und diesen auch auf dem Rücken der Gesellschaft, ihrer Mitarbeitenden und der Umwelt machen wollen.

Die Gesellschaft braucht zum Funktionieren die unterschiedlichen Akteure. Weder Unternehmen noch ein Staat allein sind in der Lage, die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu stemmen. Es braucht intelligente Zusammenarbeit, gegenseitiges Vertrauen und entsprechende Gestaltungsräume.

Unternehmen, die nach Ihrer eigenen Überlebens- und Zukunftsfähigkeit streben, erkennen ihre Mitverantwortung an und leisten ihren aktiven Teil. Ein Organizational Resilience Management System (ORMS) sollte deshalb in der Lage sein, auch die gesellschaftliche Verantwortung (Social Responsibility oder Corporate Social Responsibility) zu berücksichtigen. Seit dem Jahr 2010 gibt es von der Internationalen Organisation für Standardisierung den Leitfaden ISO 26000 für dieses Thema. Dieser Leitfaden ist bewusst nicht als Managementsystemnorm ausgebildet, es gibt aber mit IWA 26:2017 einen Leitfaden, um ISO 26000 in ein Managementsystem einzubinden. Falls Sie Gerüchte gehört haben, es gäbe eine neue Version dieser Norm: Nein, das stimmt nicht. Aber es gibt nun die DIN EN ISO 26000:2021, die allerdings vollständig auf der ISO-Version 2010 aufbaut. ISO 26000 ist abgestimmt mit den OECD Guidelines for Multinational Enterprises und der United Nations 2030 Agenda (Sustainable Development Goals).

Auch wenn die ISO 26000 schon länger auf dem Markt ist, so ist es dennoch gut und richtig, sich die einzelnen Handlungsfelder immer wieder vor Augen zu halten und in das eigene ORMS entsprechende Initiativen einzusteuern. Die Themen dabei sind: die Einhaltung von Menschenrechten, Arbeitsbedingungen (Arbeitspraktiken), Schutz der Umwelt und Umgang mit Naturressourcen, faire Geschäftspraktiken, Nachhaltiger Konsum und die Einbindung in die Entwicklung der Gemeinschaft.

Besonders wichtig hierbei ist der umfassende Blick des Unternehmens auf diese Aspekte und seines gesamten Umfeldes. Die eigene Lieferkette, Mitarbeitende und ihre Familien, Konsumenten der Unternehmensprodukte und -dienstleistungen, Nachbarn des Unternehmens, aber auch Kommunen und die Gesellschaft zählen zu den Interessierten Parteien.

Dieser Umfassende Blick ermöglicht dem Unternehmen viele Optionen Vertrauen aufzubauen und aktiv mitzugestalten, aber auch Chancen die eigene Überlebens- und Wachstumsfähigkeiten zu stärken.

 

Für mehr #surviveANDprosper der gesamten Gesellschaft!

Mich interessiert Ihre Meinung dazu: diskutieren Sie gerne mit!

 

Schreiben Sie mir gern Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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