ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 60

19 Jul

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Flexibilität für Multi-Site-Organisationen

 

Viele Unternehmen sind über mehrere Standorte, Business Units und sogar Kontinente verteilt. Manche haben weitgehend gleiche Produkte, Dienstleistungen und Prozesse, wollen regional nah bei Ihren Kunden sein und betreiben deshalb Vertriebs- und Serviceorgansationen an unterschiedlichen Standorten; andere haben sich arbeitsteilig organisiert und nutzen die Verfügbarkeit z.B. von Rohstoffen, Arbeitskräften oder Transportwegen.

Was auch immer der Treiber für solche Multi-Site-Organisationen ist: es sind verschiedene Facetten beim Aufbau eines ORMS, die berücksichtigt werden sollten.

Nur ein paar Beispiele dafür:

  • Kulturelle Aspekte – neben der Unternehmenskultur spielt natürlich auch die Kultur der Regionen und Länder eine gewaltige Rolle, in denen das Unternehmen tätig ist. Die Resilience-Kultur des Unternehmens so auszurichten, dass Sie in den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen des Unternehmens funktionieren kann, ist eine spannende und gewichtige Herausforderung.
  • Zentrale vs. Dezentrale Organisation – manche Unternehmen sind zentral organisiert: Entscheidungen werden durch bestimmte Gremien in der Nähe der Geschäftsführung getroffen. In anderen Unternehmen sind Verantwortungen eher dezentral angelegt. Beim Aufbau eines ORMS stellt sich z.B. die Frage, ob Risiken zentral bewertet und akzeptiert werden, oder ob einzelne Organisationeinheiten freie Hand haben bei der Bewertung und Akzeptanz ihrer Risiken.
  • Rechtliche Aspekte – Natürlich muss der Kontext der Unternehmens, zu dem die rechtlichen und behördlichen Forderungen gehören, laufend ermittelt, bewertet und berücksichtigt werden. Ob Arbeitssicherheit, Umweltrecht oder Datenschutz – vor allem laufende Entwicklungen in der Rechtsprechung zu überwachen, kann eine besondere Herausforderung sein.

Dies sind nur drei Beispiele von vielen möglichen Aspekten. Was aber klar wird ist, es gibt nicht die eine Lösung für alle Fälle. Zwischen zentraler Steuerung und dezentraler Verantwortung für Organizsational Resilience liegen z.B. viele gute Lösungen, die sehr individuell an die Bedürfnisse des Unternehmens in seinem Kontext angepasst werden können.

Was für die Überlebens- und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens festzuhalten bleibt ist, dass ein ORMS auch für Multi-Site-Organisationen aufgebaut und betrieben werden soll, das in der Lage ist, mit generellen, aber auch sehr lokalen Anforderungen und Herausforderungen umzugehen.

Für Ihr #surviveANDprosper!

 

Schreiben Sie mir gern Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

 

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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