ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 64

10 Aug

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Ich möchte den Sch… einfach nur loshaben

 

Vielleicht kennen Sie diesen Gedanken auch: „kann mich nicht bitte jemand befreien von der Bürokratie eines Managementsystems?! Muss ich jeden Mist dokumentieren? Wen, außer den Auditoren vielleicht, interessiert das eigentlich?“

Ja, Managementsysteme können Frust auslösen. Ich erinnere mich an mein erstes Managementsystem, das ich 2002 in einer bayerischen Rettungsleitstelle eingeführt habe. Um was wir uns damals alles Gedanken gemacht haben. Schriftarten, Schriftgrößen, welche Papierfarbe die Kopien haben sollten und ob es wirklich für alles eine Verfahrensanweisung braucht?

Im Jahr 2009, beim ISO 9001-Audit einer Polizei-Leitstelle, stellte der Auditor eine Nebenabweichung fest, weil die Versionsnummer der Dokumente nicht rechts oben stand – entgegen der Erfahrungswerte des Auditors.

So mancher Kopfschmerz meines Lebens geht auf Kosten solcher Themen – und der Mehrwert für die Prozesssicherheit eines Unternehmens geht leider gegen Null!

Zum Glück hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan – Managementsysteme sind dynamischer geworden. Manches Tool hilft den Aufwand für die „Lenkung dokumentierter Informationen“ besser im Griff zu haben. Risikomanagement kann nahezu in Echtzeit durchgeführt werden.

Und dennoch, viele Managementsysteme tun nicht das, was sie sollen. Nämlich eine Basis zu bilden, für systematische Entscheidungen im Unternehmen. Ausgerichtet an den Risiken und Chancen.

Ein Organizational Resilience Management System (ORMS) will genau hier ansetzen. Es bildet ein Führungssystem, um Entscheidungen zu treffen, welche die Überlebens- und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens betreffen. Es geht um wirkliche Prioritäten für den Produkt- und Service-Lebenszyklus. Die Auswahl angemessener Controls und Prozeduren (ich vermeide hier den Begriff „Prozesse“), um z.B. Informationssicherheit, Business Continuity, Datenschutz und andere Themen zu steuern. Auch die Angemessenheit und Wirksamkeit der operativen Maßnahmen unterliegt dabei einer dynamischen und wiederholten Bewertung. Schließlich macht nicht alles bei jedem Unternehmen den gleichen Sinn. Lassen Sie uns den Mut haben, Managementsysteme an den Kernfragen eines Unternehmens auszurichten, mit möglichst wenig bürokratischem Überbau,

dafür aber mit #surviveANDprosper.

Schreiben Sie mir gern Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Unternehmerische Resilienz – Das Buch

 

Ihr Uwe Rühl

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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