ORGANIZATIONAL RESILIENCE MANAGEMENT SYSTEM – Teil 65

17 Aug

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Incident Management: systematisch handeln,

die Lage im Griff haben

 

Wie häufig geht in Unternehmen etwas schief, passieren Zwischenfälle? Egal, ob in der IT oder in der Produktion. Wenn Sand im Getriebe ist, muss es schnell gehen, um gezielt Maßnahmen zu ergriffen, um damit größere Auswirkungen zu verhindern oder zumindest abzumildern.

Dann schlägt die Stunde des Incident Managements. In ISO 22300 – einer Norm, die Begriffe für Sicherheit und Resilienz festlegt – ist ein Incident ein Ereignis, das zu einer Unterbrechung, einem Verlust, einem Notfall oder einer Krise führen kann. In der deutschen Sprache wird als Übersetzung für Incident gerne Störung oder Zwischenfall verwendet.

Eine weitere Norm der Reihe, ISO 22320, gibt Empfehlungen für einen Incident Management Prozess, der mit seinen vier Stufen sehr stark an die Führungsprozesse z.B. in der Blaulichtwelt angelehnt ist. Was sich dort bewährt hat, soll auch Unternehmen helfen, eine Situation so schnell wie möglich beherrschbar zu machen und so die Lage in den Griff zu bekommen.

Die erste Stufe beschäftigt sich dabei mit dem Sammeln und Verteilen von Informationen zur Störung. Im Führungsprozess würde man dazu Lageerkundung sagen. Es geht darum, so viel wie möglich über die Situation zu erfahren. Dabei gilt es, so umfassend wie möglich zu arbeiten und unterschiedliche (Sinnes)-Eindrücke zu nutzen.

Der zweite Schritt umfasst dann die Bewertung der Situation und den Versuch zu erkennen, wie sich diese entwickelt. Lagebeurteilung würde dazu eine Person sagen, die bei einer Feuerwehr Verantwortung trägt. Was bedeuten die Informationen, die aufgenommen wurden und wie lassen sich diese interpretieren? Wie wird sich, meist nach Erfahrungswerten, die Situation entwickeln?

Dies führt uns zum dritten Schritt. In dem, werden die nächsten Optionen und Maßnahmen geplant.

Gefolgt vom vierten Schritt. Treffen einer Entscheidung und diese Entscheidung mit allen notwendigen Beteiligten teilen. So klar und präzise wie nötig, damit alle wissen, was zu tun ist. Der Begriff „Befehl“ wird hierfür in Unternehmen ungern verwendet, trifft es aber im Vergleich mit den „Blaulichtern“ am ehesten. Einheit, Auftrag, Mittel, Ziel und Weg –los geht’s!

Nun beginnt der Kreislauf von Neuem, denn es werden Informationen über die Entwicklung des Incidents und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen eingeholt, erneut bewertet und in eine neue Planungs- und Entscheidungsphase eingesteuert.

Dies erfolgt so lange, bis hoffentlich die Störung schnell, gezielt und wirksam behoben wird.

 

#surviveANDprosper.

Schreiben Sie mir gern Ihre Fragen, Anregungen und  Gedanken dazu.

 

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Ihr Uwe Rühl

 

Urheber: Michail_Petrov-96 von Getty Image Pro auf Canva

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