Resilienz im Umgang mit der Informationsflut

18 Jun

  • in ORMS
  • von
  • 0

Wir sind in der heutigen Zeit dauerhaft einer Vielzahl von Informationen ausgesetzt, die um unsere Aufmerksamkeit kämpfen. Ganz entziehen können wir uns diesen Informationen nicht. Denn, ob als Organisation oder als Einzelperson, wir benötigen Informationen, um Entscheidungen treffen zu können. Nicht nur, doch gerade während Krisenzeiten, ist es besonders wichtig, fundierte Entscheidungen zu treffen und dabei nicht auf falsche oder sogar manipulative Informationen zurückzugreifen.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen Tipps bereitstellen, wie Sie auch im Umgang mit Informationen Resilienz entwickeln können. Dafür greifen wir teilweise auf Informationen aus einem hervorragenden Kurs namens „Fighting Misinformation“ vom Anbieter „The Great Courses“ zurück.

Warum überfordern uns zu viele Informationen eigentlich? Das liegt an ein paar Eigenheiten unseres Gehirns

  • Wenn wir glauben, was wir lesen oder hören, ignoriert unser Gehirn einen Großteil von Informationen und konzentriert sich auf solche, die uns in unserem Glauben bestärken.
  • Wir neigen automatisch dazu, uns Informationen besser zu merken, die unseren Standpunkt unterstützen.
  • Und sie haben bestimmt schon vom bekannten „Confirmation bias“ gehört:
    Wir suchen gezielt nach Informationen, die unseren Standpunkt unterstützen und finden diese dann meistens auch.

Was nun erschwerend hinzu kommt: Eine Vielzahl an Artikeln werden so geschrieben, dass sie die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich ziehen. Das spiegelt sich vor allem in den Überschriften wider. Sie sollen starke Emotionen hervorrufen und den Leser dazu verleiten, den Artikel anzuklicken bzw. zu lesen. Solche, oft reißerischen Überschriften, nennen sich Clickbaits und dienen dem Zweck, höhere Klick-Zahlen zu erzielen. Nicht selten sind damit auch Werbeeinnahmen verbunden.

 

Erhöhen Sie Ihre Resilienz im Umgang mit Informationen:

  • Wenn Sie beim Lesen einer Überschrift eine starke Emotion empfinden, halten Sie einen Moment inne bevor Sie weiterlesen oder den Artikel öffnen. Am besten Sie schließen kurz die Augen oder drehen Ihren Kopf vom Artikel weg.
  • Fragen Sie sich dann: Was fühle ich?
  • Geben Sie dieser Emotion ganz bewusst einen Namen (ein „Label“)

Durch diese einfachen Schritte schaffen Sie es, eine Distanz zu der Emotion aufzubauen und Sie schützen sich davor impulsiv zu handeln.

Die Fähigkeit die eigenen Emotionen zu steuern, hilft Ihnen dabei sich vor manipulativen Informationen zu schützen!

Nutzen Sie diese Fähigkeiten nicht nur, um sich selbst vor falschen oder manipulativen Informationen zu schützen. Überlegen Sie genau, bevor Sie Informationen mit anderen teilen. Hinterfragen Sie die Informationen kritisch und helfen Sie durch bewusste Entscheidungen mit, Fake-News nicht weiter zu verbreiten.

 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

 

Bildnachweis: ra2studio von Getty Image Pro auf Canva

Share on Xing
0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.