Rock im Park im Chaos – The Show must go on

12 Jun

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Rock im Park ist eines der größten und bekanntesten Musikfestivals in Deutschland. Jedes Jahr zu Pfingsten stürmen rund 70.000 Besucher das Festivalgelände in Nürnberg. Zwar ist das Festival in 2019 alles in allem gut verlaufen, dennoch dominieren Schlagzeilen mit den Stichworten „„Toiletten-Desaster“, „Shitstorm“ oder „Toiletten-Chaos“ bei Rock im Park (RiP) die Zeitungen. Hätte Rock im Park mal auf ein gutes Business Continuity Management (BCM) gesetzt! Denn ähnlich wie in einem Unternehmen sollten auch Veranstalter ein Business Continuity Management System (BCMS) einsetzen, damit die Veranstaltung auch bei einem Notfall weiterhin reibungslos ablaufen kann bzw. ein Notfall im besten Fall überhaupt nicht entsteht.

Ziel eines BCM ist es auch während eines kritischen Vorfalls den Fortbestand eines Unternehmens zu gewährleisten. Somit soll verhindert werden, dass bei Ausfall von bestimmten Prozessen der gesamte Geschäftsprozess ausfällt. Genau das wäre optimal für das diesjährige Rock im Park gewesen, als die Sanitäranlagen allesamt defekt waren.

Vor einigen Jahren beschloss die Festival-Leitung die herkömmlichen Dixi-Toiletten gegen hochwertigere Vakuum-Anlagen auszutauschen. Der Anbieter der moderneren Toiletten war bisher sehr zuverlässig und die Anlagen wurden auch auf mehreren RIP-Festivals problemlos eingesetzt. Dennoch konnten die technischen Probleme dieses Jahr nicht behoben werden. Mit derartigen andauernden Störungen hat der Veranstalter nicht gerechnet, somit musste schnellstmöglich ein Notfallplan aufgestellt werden. Dieser bestand anfangs in dem Versuch die Sanitäranlagen zu reparieren. Da hierfür die Fachkräfte nicht ausreichten, hat man zusätzlich Dienstleister aus ganz Bayern hinzugezogen. Als diese das Problem auch nicht so kurzfristig beheben konnten, mussten der Veranstalter 250 Dixi-Toiletten aus ganz Deutschland organisieren.

Da es aber zweitweise zu wenig Toiletten gab, waren die Besucher verständlicherweise überaus wütend über den Zustand. Auf den sozialen Netzwerken hagelte es nur von negativen Kommentaren und unansehnlichen Bildern. Denn dadurch, dass es zu wenig Toiletten gab, sahen die vorhandenen Toiletten immer unappetitlicher aus. Die negativen Posts stiegen somit immer weiter an.

Mithilfe eines Business Continuity Management Systems kann ein derartig langer Ausfall vermieden werden. Auch die daraus resultierenden negativen Posts, welche unter anderem zu einem negativen Image führen können, hätte man abwenden können. Für das Toiletten-Problem hätte der Veranstalter somit vorab eine Lösung des Problems parat gehabt bzw. das Problem wäre überhaupt nicht entstanden. Denn das BCMS betrachtet jegliche Szenarien vorab und bewertet diese dann, damit im Notfall bereits Kompensationsmaßnahmen vorhanden sind.

Urheberrecht: © kamasigns auf Fotolia.com.

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