Same, same but Diffrent – Crisis Management & Business Continuity in den USA

08 Aug

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Eine Woche „Crisis Management & Business Continuity” am Massachusetts Institute of Technology (MIT).  

Aus 12 Ländern kamen 78 Teilnehmer von 63 unterschiedlichen Organisationen zusammen, um über Standards, bewährte Praktiken und neue Trends im Krisen- und Business Continuity Management zu diskutieren. 

Was ist anders in den USA? Das war die Frage, die für die RUCON Gruppe im Raum stand. 

„Same, same but different“ ist die Antwort!  

Fangen wir einmal mit dem „different“ an. 

In den USA ist, wie wir wissen, alles GRÖSSER. So auch die Szenarien, wo wir dann schon beim „same“ sind.  

Denn grundsätzlich geht es bei den Themen Krisen und Business Continuity Management auch in den USA z.B. um Bedrohungen aus Naturkatstrophen. Also Wind, Feuer, Wasser usw.  

Speziell bei diesen drei Punkten aber wiederum „different“, da in anderen Dimensionen als wir sie in Europa, speziell in Deutschland, kennen.  

Tornados, Hurricanes, Sturmfluten und Waldbrände zerstören ganze Landstiche und sind nur mit massiven Anstrengungen, Materialeinsatz und entsprechenden Plänen zu beherrschen. Hinzu kommen Bedrohungen durch Erdbeben und eventuelle Tsunamis mit entsprechend großen, zum Teil nationalen Auswirkungen.  

Wirklich „different“ und für einen Europäer, auch aus den aktuellen Anlässen in Texas und Ohio, beängstigend sind die Planungen und Maßnahmen für die sogenannten „active shooter“ Szenarien. Also Amokläufe.  

Präventive Maßnahmen begleiten einen hier quasi auf Schritt und Tritt. So hat zum Beispiel das MIT eine eigene Abteilung der örtlichen Polizei (MIT Police) sowie ein eigenes Notruf und Alarmierungssystem für den gesamten Campus 

Damit verbunden ist auch das SzenarioAusfall von Personal, welches „bei uns“ im Wesentlichen die Pandemieplanung anspricht.  

„Same“ sind tatsächlich die Szenarien Ausfall IKT und Lieferanten & Dienstleister. 

Für alle Szenarien müssen Unternehmen weltweit für sich individuelle Krisen- & BCM Pläne entwickeln. Spannend, wenn man nicht nur auf der einen Seite des großen Teichs aktiv ist. Das heißt, selbst oder in Abhängigkeit von Dritten. Da lohnt es sich, auch mal genauer auf die einzelnen Szenarien, also mal über den Tellerrand, zu schauen und diese entsprechend zu beplanen. 

 

Ein weiterer interessanter Aspekt der Woche war die Frage nach den Trends.  

Also welche Themen der Krisen- & BCM Planung in Zukunft stärker in den Fokus der Verantwortlichen rücken werden. Hier ist ganz eindeutig ein „same“ zu erkennen. Unabhängig von den oben genannten Szenarien wird der Blick über „den Tellerrand“ der eigenen Unternehmensprozesse zunehmend wichtiger. Hierbei stehen sowohl externe Dienstleister als auch die Resilienz der eigenen Mitarbeiter im Mittelpunkt, da die bestehenden Abhängigkeiten direkt Einwirkung auf die eigenen Unternehmensprozesse haben.  

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bewertung des Business Impacts durch Reputationsschäden, als auch die damit verbundenen präventiven wie reaktiven Maßnahmen. 

 Das Gesamtpaket einer strukturierten und gelebten Krisen- & BCM Planung versetzt Organisationen und Unternehmen in die Lage, nicht nur reaktiv auf Ereignisse mit möglichem Schadenspotenzial zu reagieren, sondern durch präventive Maßnahmen und gezielte Reaktionen die eigene Resilienz zu steigern Dies führt dazu im Sinne von #surviveandprosper nicht nur selbst erfolgreich zu sein, sondern auch für die Schnittstellen ein zuverlässiger Partner zu sein. Dies wiederum kann zur Stärkung des eigenen Netzwerkes oder sogar ganzer Regionen beitragen. Ein spannender Gedanke, welcher in der ISO 37123 verfolgt wird. Dazu in Kürze an dieser Stelle mehr!  

Urheberrecht: © Michael Franke.

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