Steht Weihnachten vor dem Aus?

21 Dez

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Zugegebenermaßen Weihachten und die Datenschutzverordnung haben eher wenig gemeinsam. Dennoch soll die EU-Datenschutzverordnung, welche dieses Jahr in Kraft getreten ist, einen erheblichen Datenschutzverstoß in Hinblick auf Weihnachten aufgedeckt haben und Weihnachten steht somit kurz vor dem Aus.

Seit Mai 2018 gilt die EU-Datenschutzverordnung nun und rückt nun gegen Jahresende noch einmal in den Mittelpunkt der Betrachtung. Zwar wurden bisher wenig Verstöße aufgedeckt, jedoch soll sich das jetzt nochmal ändern und zwar so richtig! Laut Bürokraten aus Brüssel verstieß die Volkszählung von Kaiser Augustus erheblich gegen die DSGVO der EU und muss noch mit dem Maximalbetrag abgemahnt werden.

Aber nochmal ganz von Anfang: Zu Weihnachten wird häufig die Geschichte von der Geburt Jesus Christus erzählt. Diese beginnt damit, dass der römische Kaiser Augustus eine Volkszählung veranlasst hat und deswegen jeder in seinen Geburtsort zurückreisen musste, um in einer Steuerliste eingetragen werden zu können. Somit zogen alle Menschen, hierunter auch Josef und die hochschwangere Maria in ihren Herkunftsort zurück. Auf dem Weg nach Bethlehem setzten bei Maria die Wehen ein und sie brachte ihren Sohn in einem Tierstall zur Welt.

Das war jetzt zwar die Kurzfassung der Weihnachtsgeschichte, fraglich ist dennoch die Volkszählung von Kaiser Augustus, denn diese ist überhaupt nicht konform mit der DSGVO. So scheinen hier personenbezogene Daten auf eine noch rücksichtlosere Art als bei Google oder Facebook abgezogen worden sein. Da Maria und Josef sich nach Bethlehem aufgemacht haben, damit ihr Geburtsort erfasst werden konnte, wurden hier Daten ohne einen juristischen Disclaimer abgefragt. Abgesehen davon ist die Art und Weise wie die Daten gesammelt wurden schrecklich. Eine hochschwangere Frau, die einen so langen Weg auf sich nehmen muss, damit jemand anders ihre persönlichen Daten bekommt….

Immerhin wird dieser Verstoß nun mit einer hohen Geldbuße bestraft. Denn laut Artikel 83, Absatz 5 der DSGVO droht Kaiser Augustus ein Betrag in Höhe von 20 Millionen Euro oder falls er ein Unternehmen besitzt bis zu 4 Prozent des Gesamtumsatzes. Außerdem sollen Maria, Josef und das Jesus-Kind nun endlich nicht mehr namentlich genannt werden. Erst wenn Augustus gezahlt hat, können auch Krippenspiele, Weihnachtslieder und -bücher diese Namen wieder verwenden.

Spaß beiseite, auch im kommenden Jahr steht der Datenschutz wieder im Mittelpunkt von vielen Unternehmen und könnte nun genauer beobachtet werden. Um Geldbußen zu vermeiden, müssen sich alle Unternehmen an die Regelungen halten und diese somit auch umsetzten.

In diesem Sinne, wünschen wir all unseren Kunden, Interessenten, Mitarbeitern ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2019.

Wir sind auch im nächsten Jahr in der Mission Sicherheit Ihrer Daten und Datenschutz wieder für Sie und mit Ihnen unterwegs.

Urheberrecht: (c)Maksim Pasko auf Fotolia.com

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