Umgang mit Zielen in der Krise

28 Mai

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Ziele und Zielvereinbarungen treffen wir mit unserem Vorgesetzten in der Regel am Anfang eines Jahres. Abgeleitet werden diese von der Strategie des Unternehmens. Es werden operative (kurzfristige) und strategische (mittel- und langfristige) Ziele erarbeitet.  Die Ausformulierung solcher Ziele dient nicht nur einer sauberen Planung, sondern auch der Steuerung von z.B. Mitarbeitern, Projekten oder Aufgaben. Ein weiterer positiver Aspekt ist die bessere Kontrolle mittels Zwischenzielen und somit der Einhaltung von gegebenen Rahmenbedingungen.

Dabei haben Ziele verschiedene Dimensionen:

  • die Zielrichtung und die daraus entwickelte
  • Messgröße
  • die Zielhöhe der Messgröße, möglicherweise in Beziehung gesetzt zu einem
  • Bezugswert

Ziele müssen klar und nachvollziehbare Maßnahmen definiert werden (SMART):

S – spezifisch

M – messbar

A – aktivierend

R – realistisch

T – termininiert

Doch was passiert mit all unseren Zielen in Zeiten von Corona? Wie gehen wir damit um, wenn wir keine klaren Vorgaben für die verschiedensten Aspekte aufstellen können? Ein erstes und wichtiges (kurzfristiges) Ziel ist es, Ruhe bewahren und einen kühlen Kopf behalten. Als nächstes sollten wir uns unsere Ziele anschauen und analysieren. Verschaffen wir uns einen aktuellen IST-Stand. So früh im Jahr haben wir vielleicht sogar schon ein oder zwei Zwischenziele erreicht und können darauf aufbauen. Auch wenn es momentan nicht danach ausschaut, dass Sie all Ihre Ziele erreichen werden, werfen Sie sie nicht gleich über Bord.

Fangen Sie damit an, erste kleine Erfolge zu feiern. Haben Sie vielleicht gerade die lang beiseitegeschobene Ablage erledigt, dann würdigen Sie dies für sich. Sie haben also auch unter widrigen Umständen etwas erreicht. Und vergessen Sie nicht, diese gute Nachricht mit Ihrem Team oder den Kollegen*innen zu teilen. Nun kommt die Zeit, in der man anfängt, sich selbst und die Dinge, die man tut, zu hinterfragen. Na, hatten Sie gerade gedacht: stimmt, das habe ich auch schon gemacht.

Ich habe mich gefragt: Warum stehe ich morgens auf? Warum ist es wichtig, dass ich mich gerade jetzt reinhänge? Was treibt mich an? Was kann ich tun, um meine Ziele dennoch zu erfüllen? Und wie kann mir das gelingen? Fangen Sie an zu schauen, welche Weichen Sie stellen können, um z.B. Zeitschienen in die richtige Richtung zu leiten und lassen Sie Umleitungen zu. Fragen Sie sich, ob und welche Alternativen es gibt, um Ihren Plan in einer möglichen abgewandelten Form zu erreichen. Ein weiterer positiver Aspekt, den Corona uns bietet ist, wir können die Zeit gut für unsere Aus-, Weiter- und Fortbildung nutzen. Aktuell werden in den verschiedensten Sparten Webinare und virtuelle Trainings angeboten. Oft stehen genau diese Ziele zwar in unseren Vereinbarungen, werden aber genauso oft von Jahr zu Jahr verschoben. Jetzt ist die Zeit, um sich darum zu kümmern. Und wieder ist ein Ziel erfüllt.

Wenn Sie jetzt wieder auf Ihre Zielvereinbarung schauen, fällt es Ihnen ganz sicher leichter, zu erkennen, welche Ziele muss ich streichen, weil sie definitiv unrealistisch geworden sind. Aber schauen Sie auch hin, welche Ziele können in abgewandelter Form vielleicht erreicht werden. Vergessen Sie dabei bitte nicht daran zu denken, welche Ressourcen Sie selber, aber auch Ihr Team / Ihre Kollegen*innen aufbringen können und wie können wir gemeinsam aus dieser Krise gestärkt rauskommen.

Und all das funktioniert vor allem mit einer guten Kommunikationen – nach Innen, genauso wie nach Außen. Klare Kommunikation und klare Ziele, führen zu Vertrauen. Und Vertrauen lässt uns sicher handeln, um ans Ziel zu gelangen.

Mein Ziel war es heute, dass Sie den Blogbeitrag bis zum Ende lesen werden und ich hoffe, ich habe mein Ziel erreicht.

Welches Ziel haben Sie sich für heute vorgenommen?

 

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Urheber: ismagilov von Getty Image Pro auf Canva

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