#Warntag 2020 kommt

27 Aug

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Am 10. September 2020 findet um 11:00 Uhr der erste, seit der Wiedervereinigung, bundesweite Probealarm unter Einbeziehung aller vorhandener Warnmöglichkeiten* statt.

Grundlage hierfür bildet ein Beschluss der Innenministerkonferenz, die beschlossen hat, ab 2020 an jedem zweiten Donnerstag im September, einen bundesweiten #Warntag stattfinden zu lassen.

Diese Probealarmierungen sind ein bereits in vielen Bundesländern übliches Verfahren zum Test der vorhandenen Sirenenanlagen in regelmäßigen Abständen. In Bereichen mit Störfallbetrieben werden zusätzlich bedarfsweise regelmäßige Probealarmierungen zur „Warnung der Bevölkerung“ durch die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden[1] veranlasst.

Der bundesweite Warntag soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfertigkeiten[2] zu stärken.

*Unter die Warnmöglichkeiten fallen:

  • Sirenen und Lautsprecherwagen,
  • Radio und Fernsehen,
  • Warn-Apps (z.B. NINA, BIWAPP, KATWARN),
  • Online-[3] und soziale Medien und
  • digitale Werbetafeln.

 

Wovor wird durch den Bund gewarnt?

Grundsätzlich vor allen drohenden Gefahren für die Bevölkerung, wie z.B.

  • Naturgefahren (Hochwasser, Erdbeben, Sonnenstürme, …)
  • Gefährliche Wetterlagen (Sturm, schwere Gewitter, …)
  • Waffengewalt und Angriffe
  • Unfälle in „Störfallbetrieben“ (Radioaktivität, Chemische Industrie, …)
  • Störungen des Verkehrs
  • Ausfall der Versorgung (Strom, Gas, Fernwärme, Wasser, …)
  • Krankheitserreger
  • Feuer

 

Bei der Sirenenwarnung ist die Kenntnis der Bedeutung der Signale notwendig. Diese können in den einzelnen Bundesländern abweichen. Für Bayern[4] gilt folgendes:

Zusammenfassend ist zu sagen, dass man die Warnmittel kennen und immer mehrere verschiedene Informationssysteme im Blick behalten sollte. Denn gerade in einem Katastrophenfall können regional Internetverbindungen oder die Stromversorgung ausfallen. Dann ist es wichtig, dass Sie weitere Informationskanäle kennen.

 

Was können wir hieraus für unser Unternehmen lernen?

Grundsätzlich lassen sich hieraus „viele Dinge“ auf essenzielle Bereiche, wie Datenschutz, Informationssicherheit und Notfallplanung (Business Continuity) übertragen:

 Vorsorge/ Planen

„Liegt das Kind erst im Brunnen, ist es zu spät…“ – klingt komisch, ist aber so!

Betreiben Sie aktiv Vorsorge

  • identifizieren Sie Ihre relevanten Unternehmens-Prozesse und bewerten Sie deren Kritikalität (z.B. im Rahmen einer Business Impact Analyse)
    • damit in Verbindung stehen auch die Werte (Assets) Ihres Unternehmens
  • führen Sie Risiken (und Chancen) einem „Management“ zu
    à analysieren, bewerten und behandeln Sie diese entsprechend dem etablierten Risiko-Management
  • stellen Sie Notfallplanungen auf und üben Sie diese mit den notwendigen Beteiligten; nehmen Sie aufgezeigtes Verbesserungspotenzial aus den Übungen auf und optimieren Sie die Prozesse

 Warnen

Schaffen Sie ein gesundes Bewusstsein jedes Einzelnen für seinen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens und sorgen Sie für eine positive Meldekultur.

Nehmen Sie den beteiligten Personen die Furcht, dass Meldungen (Warnungen) über „Fehler“ bzw. Ereignisse einem Schuldeingeständnis/ -zuweisung gleichkommen, sondern spiegeln Sie regelmäßig wider, wie wichtig die Beteiligung zur Vermeidung/Abwehr von Sicherheitsvorfällen, Datenverlusten etc. ist.

 Entwarnen/ „back to normal“

Gibt es ein „Normal“ danach?

Legen Sie fest, wann Entwarnung für den „Not-Betrieb“ gegeben wird und auch wer dies festlegt/ausspricht.

Besitzen Sie eine Planung für die Rückkehr zum Normalbetrieb oder läuft dies eher irgendwie?

Haben Sie den Zustand „Normal“ nach der Bewältigung einer Krise bereits definiert oder gehen Sie davon aus, dass alles so weiter läuft wie bisher?
Auch hier sollten Sie planvoll vorgehen, um zielgerichtet und ressourcenschonend (unter Umständen auch gestärkt) „zurück“ zu kommen.

 

Die meisten Unternehmen besitzen hier leider keine bis nur hinzureichende Planungen und schlittern in unvorhergesehene Unwägbarkeiten (Produktionsverzögerungen, Datenverlust, Schaffung von unbeabsichtigten neuen Schwachstellen etc.). Verzögerungen kosten nicht nur Nerven, Personal-Ressourcen, sondern auch Geld; unter Umständen entstehen auch „neue“ Probleme/Schwierigkeiten…

Es ist nie zu spät, ein Business Continuity Management für Ihr Unternehmen aufzubauen.

 

Wir unterstützen Sie gerne bei den Maßnahmen zur Stärkung Ihres Unternehmens und schaffen mit Ihnen gemeinsam die notwendige Resilienz!

 

 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

 

 

Bildnachweis: vanbeets von Getty Image auf Canva

[1] https://landratsamt.landkreis-guenzburg.de/buergerservice/sicherheit-gesundheit-verbraucherschutz/katastrophenschutz/warnung-im-katastrophenschutz

[2] https://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/VorsorgefuerdenKat-fall_Einstieg.html

[3] http://warnung.bund.de/

[4] https://www.innenministerium.bayern.de/sus/katastrophenschutz/warnungundinformation/sirenenundlautsprecher/index.php

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