Google und Datenschutz

06 Dez

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Google begleitet die meisten von uns täglich. Selbst in den Duden hat es das Wort „googeln“ schon geschafft. Wenn wir im Internet suchen, dann „googeln“ wir. Wir „bingen“ nicht, wir „yahooen“ nicht, wir „googeln“. Und das obwohl wir alle wissen, dass Google mit unseren Daten nicht so umgeht, wie wir es uns wünschen würden.

Gerade ist bekannt geworden, dass sieben europäische Verbraucherschutzverbände angekündigt haben Beschwerde gegen Google einzulegen. Deutschland ist nicht dabei. Der deutsche Verbraucherschutzverband prüft allerdings gerade eine einstweilige Verfügung.

Warum soll Beschwerde eingelegt werden?

Eine Studie des norwegischen Verbraucherschutzverbandes hat das ausschweifende Standort-Tracking von Google zum Inhalt gemacht. Darin wird deutlich, dass aus den Auswertungen der Suchmaschine leicht Rückschlüsse auf beispielsweise politische oder religiöse Überzeugungen sowie Gesundheitszustand und sexuelle Orientierung gezogen werden können.

Was und wann trackt Google eigentlich?

Im Februar 2018 hat der US-Fernsehsender Fox-News eine Reportage über Google gesendet. Darin wurde erklärt, dass Google trotz Flugmodus die Standortdaten trackt. Die Daten werden auf dem Gerät gespeichert. Nach dem Deaktivieren des Flugmodus werden diese dann an Google übertragen.

Google+ und die verschwiegene Datenpanne

Das soziale Netzwerk Google+ wurde im Oktober 2018 eingestellt. Aussagen von Google dazu waren, dass die Datenschutzrichtlinien kaum eingehalten werden konnten. Bekannt wurde in dem Zuge auch, dass es bereits Anfang 2018 eine Datenpanne bei Google gab. Bis zu 500.000 User waren wahrscheinlich betroffen. Auch nicht-öffentliche Daten, wie Geschlecht oder Alter sollen betroffen sein. Dieser Vorfall wurde bisher nicht gemeldet. Unklar ist, ob er sich noch vor dem 25.Mai 2018 ereignet hat, an dem die DSGVO endgültig in Kraft trat.

Diese Liste lässt sich fast unendlich fortsetzen. Und trotzdem „googeln“ die meisten von uns, einfach weil es bequem ist. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn man sich immer wieder klar macht, dass Daten getrackt werden.

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