Wie beschwert man sich jetzt über die Hitzewelle? – Störungen bei Facebook

05 Jul

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Mittwoch Nachmittag war das Thema Nummer eins vieler Diskussionen, privat sowie in den Medien: Störungen bei Whatsapp, Facebook, Instagram. Die drei beliebtesten Social Media Dienste funktionierten seit Mittwochnachmittag hauptsächlich in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und in den Benelux-Staaten nicht mehr. Erst Donnerstagnacht wurden die Probleme wieder weitestgehend behoben und die Nutzer konnten die Dienste wieder wie gewohnt benutzen. Dass aber in vielen Städten der Klimanotstand aufgrund der Hitzewelle ausgerufen wurde und es somit Veränderungen, wie zum Beispiel in der Verkehrsinfrastruktur geben wird, scheint im Gegensatz zu den Störungen der sozialen Netzwerke eher unwichtig zu sein.

Facebook, WhatApp und Instagram sind Dienste, die zum Mutterkonzern Facebook gehören. Somit betraf die Störung alle drei Dienste gleichermaßen. Seit Mittwochnachmittag funktionierten Darstellung und Upload von Bildern, Sprachnachrichten und Videos nicht mehr und löste im Netz viele Diskussionen aus.

Aber wie kann es zu solchen Störungen kommen?

Facebook kommentierte, dass es sich um eine technische Störung handle und diese so schnell wie möglich behoben wird. Kontraproduktiv ist hierbei die Reaktion der Nutzer. Dadurch, dass diese sich auf Facebook oder Instagram beschweren und immer wieder versuchen die Seite neu zu laden, entstehen immer mehr Datenmengen. Diese sorgen für immer weniger Serverkapazitäten und das führt dazu, dass das Problem langsamer behoben werden kann. Donnerstagnacht wurde das Problem jedoch final behoben.

Zwar wurde auch die Hitzewelle, die grade Deutschland beherrscht, häufig in den Netzwerken diskutiert, dennoch scheint hier die Problemlösung nicht so dringend zu sein. Ende Juni wurden Temperaturrekorde in Europa erreicht. Vor allem Frankreich erreichte einen besonders hohen Allzeittemperaturrekord von 45,9 Grad. Dies ist eine Folge des vom Menschen gemachten Klimawandels. Durch Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas sowie durch Abgase von Kaminen, Schornsteinen und Auspuffen strömt immer mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre und verstärkt somit den Treibhauseffekt. Die Lösung wäre von jedem einzelnen umsetzbar: Reisen, Strombedarf und übermäßiges Konsumverhalten verringern.

Obwohl die Hitze zwar eines der Top-Themen in den sozialen Medien ist, scheinen sich die User eher über die Situation zu beschweren als eine Lösung anzustreben. Aber vielleicht war es den Nutzern auch nicht möglich ihre Lösungen zu diskutieren, da Facebook, Instagram und WhatsApp down waren?

Urheberrecht: © Brad Pict auf Fotolia.com.

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