Wofür steht PIMS? -Teil 1

17 Jan

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Mithilfe von Personal Information Management Systeme (PIMS) sollen natürliche Personen mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten erhalten. Aufgrund der Speicherung der personenbezogenen Daten in einem geschützten und lokalen Online-System sollen Personen dazu fähig sein ihre Daten selbstständig zu speichern, kontrollieren und zu verwalten. Das heißt, dass Personen entscheiden zu welchem Zeitpunkt und mit wem ihre Daten geteilt werden. Vor allem im Kontext der im Mai 2018 in Kraft getretene DSGVO ist es von Bedeutung als Anbieter den Anforderungen hinsichtlich der Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten zu entsprechen.

Generell müssen alle Personen, die Online-Dienste in Anspruch nehmen vorher ihre freiwillige Zustimmung abgeben, dass diese Dienste unsere personenbezogenen Daten speichern und auch weiterverarbeiten dürfen. Hierbei kann die Zustimmung jederzeit wieder widerrufen werden. Der Nutzer soll zudem darüber informiert werden für wie lange und wieso die Daten gespeichert, verarbeitet und weitergegeben werden. Meistens wird dies über einen einfachen „Ich stimme zu“- Button abgewickelt. Problematisch ist, dass der Nutzer die Einwilligungserklärung selten komplett durchliest da diese meist lang und kompliziert ist und somit die Folgen nicht verstehen kann. Zudem verliert der Nutzer bei der Vielfalt von Einstimmungen den Überblick darüber welche Websites welche Daten zu welchem Zweck sammeln, was zu einer Intransparenz führt.

Personal Information Management Systeme können jedoch für mehr Transparenz in der Speicherung und Verwaltung von Informationen sorgen und somit personenbezogenen Daten der Bürger schützen. Außerdem sollen somit Probleme bei der Einwilligung / Zustimmung gelöst werden. Hierbei müssen die Anbieter von Onlinediensten mit den PIMS interagieren, wenn sie personenbezogene Daten verarbeiten wollen. Somit sorgen PIMS dafür, dass den Anforderungen der DSGVO gerecht wird indem Personen selbst ihre Daten zusammenhalten und über ihre Verwendung bestimmen können.

Damit PIMS jedoch am Markt bestehen können müssen sie den Bedürfnissen zweier Kundengruppen gerecht werden: Zum einen denen der Datenanbieter und zum anderen denen der Datennutzer. Somit können letztendlich neue Geschäftsmodelle entstehen, da eine Umorganisation der Informationsvermittlung entsteht.

Abschließend lässt sich festhalten: Aufgrund der DSGVO werden PIM-Systeme eine bedeutende Stellung in der Absicherung des Datenschutzes einnehmen und für mehr Kontrolle von personenbezogenen Daten sorgen.

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